Mobilität braucht zentrale Steuerung Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


21.10.2009 Oliver Weiss

Mobilität braucht zentrale Steuerung

Um den steigenden Mobilitätsanforderungen gerecht zu werden, hat die Wirtschaftskammer Tirol Afaria eingeführt.

Der vermehrte Einsatz von Laptops, PDA und Smartphones für unternehmenskritische Anwendungen, beginnend bei mobiler E-Mail, Kalender- und Kontaktsynchronisation, stellt an die IT-Verantwortlichen eines Unternehmens immer höhere Anforderungen. Es geht nicht mehr nur um die Zuordnung von Telefonnummern zu SIM-Karten und Geräten, sondern vielmehr um das Setzen von Zugangsparametern für GPRS sowie der für den Betrieb nötigen Softwarekomponenten, deren Aktualisierung und die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien.

Auch die Wirtschaftskammer Tirol sieht sich immer stärker mit steigenden Mobilitätsanforderungen der Mitarbeiter und den damit zusammenhängenden Herausforderungen konfrontiert. »Unsere Mitarbeiter werden zunehmend mobiler und arbeiten mit Geräten verschiedener Hersteller mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Ausstattungen. Durch die kurzen Innovations- und Produktlebenszyklen, die wachsenden Ansprüche und vor allem auch unsere hohen Sicherheitsanforderungen entstand rasch eine Liste neuer Anforderungen«, erklärt Robert Wild, Referatsleiter IT bei der Wirtschaftskammer Tirol. Die Wirtschaftskammer Tirol arbeitet seit 2004 mit dem IT-Dienstleister Eydolon Mobile Solutions zusammen und konnte bereits erste Erfahrungen mit dem Produkt Intellisync von Nokia für mobiles E-Mail- und Device-Management sammeln. Da Intellisync jedoch mittlerweile eingestellt wurde, musste eine neue Lösung her.

PLATTFORMUNABHÄNGIG Gemeinsam mit Eydolon entschied sich die Wirtschaftskammer Tirol, eine Mobility-Device-Lösung für die rund hundert Mitarbeiter auf Basis der Afaria-Produktfamilie einzuführen. Diese ist Teil der Information Anywhere Suite von Sybase und bietet eine geräteunabhängige, an die spezifischen Erfordernisse jedes Unternehmens anpassbare Device-Management- und Security-Lösung. Afaria erlaubt es, bestehende interne Sicherheitslösungen auf mobile Endgeräte auszuweiten und die speziellen Erfordernisse beim Betrieb mobiler Geräte zu berücksichtigen, ohne den einzelnen Mitarbeiter mit administrativen Aufgaben zu belasten. »Die Wirtschaftskammer Tirol suchte eine Lösung, die sich einfach in die Unternehmensstrategie einbinden lässt, eine zentrale und vor allem plattformunabhängige Verwaltung ermöglicht, interne vertrauliche Daten schützt, eine Sperre von Geräten im Falle von Diebstahl oder Verlust ermöglicht und bei der die Initialisierung von neuen Geräten einfach auf Knopfdruck möglich ist«, erklärt Claus Nussbaum, Geschäftsführer von Eydolon. »Und das Wichtigste: Alles sollte unter der eigenen Kontrolle der Wirtschaftskammer laufen.«

»Mit Sybase haben wir eine mobile Device-Management-Lösung gefunden, die der zunehmenden Mobilitätsanforderung unserer derzeit rund hundert User bestens gerecht wird, eine wesentliche Erweiterung im Funktionsumfang gegenüber der bisherigen Nokia-Lösung bietet und volle Sicherheit für das mobile Endgerät liefert«, zeigt sich Wild mit dem Projektverlauf zufrieden. Neben den Vorteilen wie Kompatibilität mit allen wesentlichen Betriebssystemen wie Windows Mobile, Blackberry und Symbian, erleichtert Afaria das mobile Devicemanagement, automatische Software-Updates, das Einhalten von Sicherheitspolicies und die Verteilung von genau definierbaren Nutzungs-Profilen für Anwender. »Der wichtigste Nutzen ist aber die höhere Produktivität der Mitarbeiter durch bessere Erreichbarkeit und Verfügbarkeit und die Kostensenkung«, sagt Wild.

Eine Untersuchung von Eydolon hat ergeben, dass ein durchschnittliches Software-Update ohne Zurverfügungstellung eines Ersatzgerätes knapp 3,5 Stunden, mit Anlieferung eines Ersatzgerätes 5,5 Stunden dauert – mit der Afaria Device Management Lösung laut Eydolon nur rund zehn Minuten. Für die Wirtschaftskammer Tirol bedeutet das, dass im Falle nur eines einzigen Updates für die hundert Endgeräte 550 Stunden – knapp 69 Arbeitstage – gespart werden. Wenn man davon ausgeht, dass der übliche Life-Cycle eines mobilen Gerätes bei maximal 2,5 Jahren liegt, müssen rund 40 Prozent der Geräte pro Jahr getauscht werden. Mit dem mobilen Device Management ist das kein Problem mehr: Der User bekommt bei der Inbetriebnahme des neuen Gerätes vom Administrator eine SMS, das die automatische Installationsroutine innerhalb von wenigen Minuten startet und deren Funktion sicherstellt.

»Wir sind mit der neuen Lösung sehr zufrieden, inbesondere im Bereich Security«, erklärt Wild. So ist es nun möglich, bei Verlust oder Diebstahl von Geräten diese zu sperren. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Einstellungen für mobile VoIP-Telefonie, die in Zukunft vermehrt zum Einsatz kommen soll, über das zentrale Device Management zu verteilen.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: