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18.11.2009 Oliver Weiss/Thomas Mach

Österreichs Unternehmen zurückhaltend bei E-Invoicing

E-Invoicing kommt nur schleppend in Schwung. Die Akzeptanz des Themas am Markt hängt dabei stark von den gesetzlichen Rahmenbedingungen ab, wie eine Studie von Deutsche Bank Research zeigt.

E-Invoicing, also die vollständig auf digitalem Weg übermittelte Rechnung, soll sich im Geschäftsalltag als Standard etablieren. Der Versand elektronischer Rechnungen hat – sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich – seit einigen Jahren kontinuierlich zugenommen. Gemessen am gesamten Rechnungsvolumen in Europa erreicht die elektronische Rechnung jedoch nur einen dürftigen Marktanteil von fünf Prozent. Die restlichen 95 Prozent sind Papierrechnungen. Zu diesem Ergebnis kommt Deutsche Bank Research in der Publikation E-Invoicing. Crown or catalyst of an efficient billing process, die Ergebnisse verschiedener Marktstudien zusammenfasst.

Lag der Anteil der elektronischen Rechnungsabwicklung 2005 in beiden Bereichen noch unter der 200 Mio.-Grenze, konnte er 2008 erstmals die Milliardengrenze überschreiten. Derzeit nutzen rund 20 Prozent aller Unternehmen innerhalb der EU E-Invoicing, verglichen mit 17 Prozent im Vorjahr. Dieses Jahr sollen laut einer Erhebung des Billing-Dienstleisters Billentis europaweit rund 1,4 Mrd. elektronische Rechnungen versendet werden. 900 Mio. B2B- und 500 Mio. B2C-Rechnungen. Am häufigsten verwenden Firmen aus Estland digitale Rechnungen, gefolgt von Unternehmen aus Norwegen und Italien. Ein Vorzug der elektronischen Rechnungsstellung/Archivierung gegenüber Papier sind die geringen Transaktionskosten. Bei einer Papierrechnung kosten allein Druck, Kuvertierung sowie Versand im Schnitt 3,90 Euro. Diese Kosten entfallen bei der E-Rechnung komplett.

Bei der elektronischen Übermittlung von Rechnungen hinken viele österreichische Unternehmen den Möglichkeiten aber hinterher. Im Vergleich zu Ländern wie Schweden, Norwegen oder Finnland zeigt sich, wie sich die Gesetzeslage auf die Marktakzeptanz auswirkt: In nordischen Ländern, wo Rechnungen ohne digitale Signaturen verschickt werden können, liegt der Anteil der elektronischen Dokumente laut einer Studie von Billentis bei über zwölf Prozent.

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