Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


10.02.2010 Oliver Weiss

Endgeräte verursachen zu hohe Kosten

Die Verwaltungskosten für immer mehr Clients sind den meisten Unternehmen zu hoch. Mit Applikationsvirtualisierung und zentralem Client Management lassen sich diese Kosten drücken.

Laut der von Brainforce in Deutschland und Österreich durchgeführten Studie »Client und Application Management« steht für Unternehmen neben der Gewährleistung der Client-Sicherheit die Implementierung eines zentralisierten und kostensenkenden Client-Managements derzeit ganz oben auf der Wunschliste. Auch bei der Umsetzung eines modernen Arbeitsplatzes hat die Reduktion der IT-Kosten weiterhin größte Priorität. Für gut zwei Drittel der Unternehmen stellt deshalb die Applikationsvirtualisierung eine Alternative zur klassischen Softwareverteilung an Clients dar. Angetrieben wird diese Entwicklung nicht zuletzt von den Anwendern: Die Ansprüche der Mitarbeiter an verbesserte Service Levels sowie die schnellere Einführung von Applikationen steigen.

87 Prozent der von Brainforce befragten Unternehmen haben bereits eine Lösung zur Softwareverteilung im Einsatz. Dabei verfügen mehr als 90 Prozent der befragten Unternehmen mit mehr als 500 Clients über eine Lösung zur Softwareverteilung, während nur 60 Prozent der Unternehmen mit maximal 500 Clients eine solche Lösung einsetzen. Drei Viertel aller befragten Unternehmen nutzen eine kommerzielle Lösung.

Für 61 Prozent der Unternehmen stellt die Applikationsvirtualisierung mittlerweile eine Alternative zur klassischen Softwareverteilung dar – mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen (56 Prozent) nutzt bereits ein Produkt zur Applikationsvirtualisierung. Am häufigsten kommt dabei Citrix XenApp (27 Prozent) zum Einsatz.

EINE FRAGE DER GRÖSSE Nur ein Viertel der befragten Unternehmen setzt Software zur weitestgehend automatisierten Applikationspaketierung ein. 21 Prozent der Unternehmen paketieren manuell, sieben Prozent gar nicht. Während 20 Prozent mit maximal 500 Clients Applikationen nicht paketieren, ist dies nur bei fünf Prozent der befragten Unternehmen mit mehr als 500 Clients der Fall.

Die Mehrheit der befragten Unternehmen räumt der IT-Sicherheit die höchste Priorität ein. So bewerteten die Unternehmen auf einer Skala von 1 bis 4 die Gewährleistung der Client-Sicherheit mit einem Mittelwert von 1,35 als die mit Abstand wichtigste Anforderung an eine Client-Infrastruktur. Auch bei der Umsetzung eines modernen Arbeitsplatzes wurde die IT-Sicherheit mit 1,56 als größte Herausforderung vor der Reduktion der IT-Kosten und der Bereitstellung des mobilen Zugangs zum Firmennetzwerk erachtet (1=sehr große Herausforderung; 4=geringe Herausforderung). Zudem verfügen in den befragten Unternehmen Anti-Virus und Anti-Malware als Teil des Client- und Application-Managements über den höchsten Standardisierungsgrad, vor dem Betriebssystem und der Verteilung von Applikationen.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass IT-Abteilungen gefordert sind, ihren Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens zu leisten. Dazu müssen elementare IT-Strukturen, beispielsweise ein modernes Betriebssystem oder Lösungen zur schnellen Einführung und Paketierung von Applikationen, auf- und ausgebaut werden. Die professionelle Implementierung und Wartung der unternehmensweiten IT-Infrastruktur gewährleistet einen effizienten Betrieb und spürbare Kostensenkungen im IT-Bereich.

TRENNUNG UMGEHT VIELE BEKANNTE STOLPERSTEINE »Bei der Applikationsvirtualisierung werden die Anwendungen vom Betriebssystem abgekapselt und in einem Container mit eigenen Umgebungsvariablen bzw. persönlichen Einstellungen des Users an den Desktop geschickt«, erklärt Albert Hooyer, Produktmanager Infrastructure Optimization bei Brainforce, auf Anfrage der COMPUTERWELT. »Eine Folge davon ist, dass Kompatibilitätsprobleme mit dem Betriebssystem und Konflikte mit anderen Applikationen vermieden werden.« Auch sei es möglich, dass Lizenzen durch die vereinfachte Verteilung effektiver genutzt werden. »Unternehmen schätzen die Applikationsvirtualisierung, da aufwendige Installationsprozesse entfallen und der Administrationsaufwand sinkt. Besonders Unternehmen mit großen Netzwerken und einer zentralisierten Infrastruktur profitieren von der Virtualisierungstechnologie«, so Hooyer.

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