HAK Linz reduziert mit Virtual Desktop Manager von Vmware Kosten für Client Management um 50 Prozent Detail - Computerwelt

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10.02.2010 Oliver Weiss

HAK Linz reduziert mit Virtual Desktop Manager von Vmware Kosten für Client Management um 50 Prozent

Bisher war der Aufwand für Services und Wartung an der HAK Linz mit 40 Prozent des gesamten IT-Budgets besonders groß. Deshalb wurde der Entschluss gefasst, den Desktopbereich zu virtualisieren um so IT-Kosten und Energieverbrauch zu senken.

Die Handelsakademie (HAK) in Linz wurde am 1. Oktober 1882 als vierte Berufsbildende Höhere Schule in der österreichisch-ungarischen Monarchie (Prag 1856, Wien 1857 und Graz 1863) und als älteste im heutigen Oberösterreich eröffnet. Ermöglicht wurde dies auch durch die Privatinitiative der Linzer Kaufleute in einer Zeit, in der man erkannte, dass wirtschaftlicher Fortschritt nur dann möglich ist, wenn entsprechend qualifizierte Nachwuchskräfte herangebildet werden. Gerade in der IT-Branche ein Leitsatz, der – obwohl oft vernachlässigt – heute immer noch Gültigkeit hat. Mittlerweile blickt die HAK in Linz auf 127 Jahre erfolgreiche Schulgeschichte zurück, in der der Einsatz innovativer Technologien stets eine zentrale Rolle gespielt hat.

Das Virtualisierungsprojekt an der HAK Linz wurde auf Initiative der zwei IT-Verantwortlichen ins Leben gerufen. Ziel war es, die IT-Dienste in der Schule kosten- und ressourceneffizienter als bisher zu gestalten. »Der Entschluss mit Vmware und IT & Tel als erste österreichische Schule unseren Desktopbereich zu virtualisieren, war für uns eine strategische Entscheidung und das Ergebnis – eine maßgebliche Kosten- und Energiereduktion – hat allgemein überzeugt«, erklärt Hermann Zirknitzer, IT Management HAK-HAS Linz. »Für uns als sehr kleines IT-Team (zwei Mitarbeiter, Anm.) bedeutet die Lösung durch verringerte Wartungs- und Servicezeiten und erhöhte Sicherheit einen großen Fortschritt.«

Bisher war der Aufwand für Services und Wartung an der HAK Linz mit 40 Prozent des gesamten IT-Budgets besonders groß. Aus diesem Grund wurde der Entschluss gefasst, als erste österreichische Schule den Desktopbereich zu virtualisieren um so IT-Kosten und den Energieverbrauch maßgeblich zu senken. Als besondere Herausforderung galt es, während der gesamten Projektphase den Zugang für die 95 Lehrer, 850 Schüler und fünf Verwaltungspersonen voll aufrecht zu erhalten. Für das zukunftsweisende Projekt, das auch die Schulpraxis revolutionieren würde, erwies sich der Welser Systemintegrator IT & Tel – complete concepts als der ideale Partner.

Bereits im Juli 2008 wurde nach einem ersten Gespräch mit den externen Beratern die Idee eines zentralen Desktop-Managements geboren und mit der Ausarbeitung einer auf die spezielle Situation in der Schule zugeschnittenen Gesamtlösung begonnen. Neben der Beratung war IT & Tel auch für die Umsetzung und Implementierung der Vmware-Lösung verantwortlich.

Die volle Funktionsfähigkeit aller Applikationen im Rahmen des normalen Schulbetriebs wurde in einer sechswöchigen Testphase in zwei Klassenräumen mit je 20 Desktops eruiert. Das wichtigste Kriterium, nämlich der einfache, problemlose und rasche Rollout der neuen virtuellen Desktops, konnte zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten (Direktion der Schule, IT-Verantwortliche und Landesschulrat) erreicht werden. Besonderes Augenmerk galt dabei auch der Übernahme des bestehenden Sicherheitskonzepts in die virtuelle Welt. Heute wird mit VMware Virtual Desktop Manager (VDM) das Betriebssystem Windows XP auf neun Servern für 150 Desktops virtualisiert. Durch die zentrale Steuerung konnten die Kosten für das Desktop-Management um mehr als 50 Prozent reduziert sowie die Entwicklungszeit für virtuelle PC, Updates und neue Applikationen um 25 Prozent verringert werden. Auch die Errichtungszeit für neue IT-Projekte beträgt jetzt nur noch 50 Prozent.

Darüber hinaus konnte eine maßgebliche Reduktion der Energiekosten in den Klassenräumen erreicht werden. Neben der Verlängerung der PC-Lebenszyklen wurden gleichzeitig auch die Kosten für PC-Neuanschaffungen und die Gesamtbetriebskosten (TCO) der Desktoprechner verringert.

Die Vmware-Lösung vereinfacht die Wartung und das Service des gesamten IT-Betriebs in der Schule enorm und bietet mehr Flexibilität. So wird es möglich, relativ rasch schulweit individuelle Umgebungen in den einzelnen Klassenräumen umzusetzen. Backups können einfach und für die Nutzer unbemerkbar durchgeführt werden. Bei einem unerwarteten Ausfall setzt der vordefinierte Disaster Recovery Prozess automatisch ein.

Die virtuelle Infrastruktur der HAK Linz soll zukünftig auch für Gastbetriebssysteme genutzt werden. Ein weiterer Schritt, der den Unterricht in der Schule nachhaltig verändern wird, ist die Möglichkeit, dass auch Notebook-User per WLAN den virtuellen Desktop nutzen können. So steht auch der elektronischen Abbildung von schulinternen Prozessen wie beispielsweise einem elektronischen Klassenbuch, auf das alle Lehrer Zugriff haben, nichts mehr im Wege.

»Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht mit der Vmware-Lösung sowie IT & Tel, die uns als erfahrene Systemintegratoren von der Planung, über die Testphase bis zur Implementierung begleitet haben und sehen potenzielle Entwicklungsmöglichkeiten«, zeigt sich IT-Manager Zirknitzer zufrieden. »Die Desktop-Virtualisierung bedeutet einen nachhaltigen Fortschritt sowohl für den Unterricht als auch für die selbstständigen Lernphasen der Schüler, die bald von ihren Laptops auf die zentral gesteuerten Desktops zugreifen werden können.«

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