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24.03.2010 Stephan Romeder*

Software-Integration wird im Web 2.0 zentrale IT-Aufgabe

Web 2.0 macht die Integration von entsprechenden Plattformen mit der internen IT zur Kernaufgabe. Dabei gilt es, aus der Vielfalt eine wirtschaftliche und auch stabile IT-Infrastruktur zu formen.

Uneinheitliche, heterogene IT-Umgebungen gibt es schon lange. In den Unternehmensnetzwerken arbeiteten seit dem Ende des Zentralcomputers verschiedene Hardware-Plattformen und Betriebssysteme nebeneinander. Während diese Uneinheitlichkeit durch die Virtualisierung verschwindet – ein Apple-Rechner lässt sich inzwischen auch als Windows-PC einsetzen – steigt sie an anderer Stelle an.

Unternehmen unterhalten heute in der Regel eine Software für betriebswirtschaftlichen Kernprozesse, Speziallösungen für individuelle Geschäftsmodelle, interne Social-Media-Lösungen für Zusammenarbeit und Wissensmanagement (Stichwort Enterprise 2.0), On-Premise-Software, die auf den eigenen Rechnern läuft, On-Demand-Applikationen, die im Software-as-a-Service-Modus von externen Anbietern bezogen werden. Darüber hinaus müssen zumindest Marketing und Vertrieb auf den wichtigen Social-Media-Plattformen präsent sein und relevante Informationen von dort in das interne Wissensmanagement schleusen.

KOMPLEXES MANAGEMENT Damit stellt sich für ein Unternehmen die Frage, wie lässt sich diese »neue Uneinheitlichkeit« im Sinne einer wirtschaftlichen, stabilen und durchgängigen Infrastruktur in den Griff bekommen? Die Herausforderung besteht darin, die Komplexität einer solchen Infrastruktur gering, die Managebarkeit damit hoch zu halten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass Informationen und Daten frei durch die verschiedenen Applikationen wandern können, um jeweils zur richtigen Zeit dem richtigen Mitarbeiter zur Verfügung zu stehen.

Dafür gibt es gute Beispiele. So setzen viele Unternehmen als Kundenmanagement-Lösung die Software von Salesforce.com ein, die im SaaS-Modus angeboten wird und auf die Nutzer einfach über den Internet-Browser zugreifen. Für Marketing und Vertrieb bietet dies eine sehr attraktive und unkomplizierte Möglichkeit, zu vertretbaren Kosten und ohne ein großes Entwicklungsprojekt mit einer sehr leistungsfähigen Applikation zu arbeiten.

HERAUSFORDERUNG SOCIAL MEDIA IM UNTERNEHMEN Die Schwierigkeiten beginnen, wenn die Kundendaten aus der externen Lösung in die internen betriebswirtschaftlichen Applikationen integriert werden müssen: Übertragung per Hand? Durch die Programmierung einer Schnittstelle? Und wie viele Schnittstellen müssen entwickelt werden, damit die Daten überall dort zur Verfügung stehen, wo sie gebraucht werden? Ein anderes Beispiel ist Social Media. Für Unternehmen ist es inzwischen extrem wichtig zu wissen, was über ihre Produkte auf den wichtigen Plattformen – Twitter, Facebook und Co. – kommuniziert wird. Wie lassen sich etwa Twitter-Tweets filtern, auswerten und die Ergebnisse in einem Management-Informationssystem darstellen? Das Management muss die Möglichkeit haben, gleichzeitig verdichtete Analyse-Informationen zu betrachten und bei Bedarf bis auf die Tweet-Ebene herunterzugehen, um sich Postings im Wortlaut anzusehen. Beide Beispiele weisen auf die neue Fundamentalaufgabe in den IT-Abteilungen in großen und mittelständischen Unternehmen hin – die Integration von Software.

FUNDAMENTALTECHNIK Diese gehörte neben der Entwicklung neuer und der Wartung beziehungsweise Modernisierung bestehender Software schon immer zum Aufgabenspektrum, gewinnt aber durch die sprunghaft wachsende Anzahl von Lösungsarten und Betreibermodellen an Bedeutung. Dies um so mehr, weil in kaum einer Technologie das Innovationstempo so hoch ist, wie in der Internet-beschleunigten IT. Innerhalb weniger Monate können durch neue Web-Lösungen oder Plattformen Integrationsbedarfe entstehen, die heute noch gar nicht erkennbar sind.

Für die Reaktionsfähigkeit eines Unternehmens genauso wie für die Effektivität und Effizienz einer IT-Abteilung gehört die Auswahl eines geeigneten Integrationswerkzeugs zu den mittel- und langfristig wichtigsten IT-Entscheidungen. Dieses Tool muss in der Lage sein, Software in der beschriebenen Vielfalt miteinander zu verbinden, ohne dass dafür jeweils ein großes Projekt notwendig wird und ohne dass dadurch ein chaotisches Durcheinander sich potenzierender Eins-zu-Eins-Verbindungen entsteht. Darüber hinaus muss es eine Plattform bieten, auf der IT- und Fachabteilungen zusammenarbeiten können, die Integration als Fundamentaltechnik muss laienfähig werden.

* Stephan Romeder ist Geschäftsführer von Magic Software Enterprises.

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