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12.05.2010 Alex Wolschann/pi

6. ISPRAT-CIO-Konferenz zu Gast in Wien

Rund 50 CIOs trafen sich am 12.05. auf Einladung von ISPRAT zu einem internationalen Erfahrungsaustausch zu innovativen IT-Strategien.

Rund 50 CIOs trafen sich am 12.05. auf Einladung von ISPRAT (Interdisziplinäre Studien zu Politik, Recht, Administration und Technologie) zu einem internationalen Erfahrungsaustausch zu innovativen IT-Strategien.

ISPRAT ist eine Kooperation zwischen Wissenschaft und Praxis. Ziel der Forschungskooperation ist der Einsatz von Informationstechnologie zur Erleichterung der Kommunikation zwischen Bürger und der Verwaltung der öffentlichen Hand. Die Informationstechnologie soll dabei aufgrund ihrer Auswirkung auf Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung nicht nur als technisch-organisatorische, sondern auch als politische verstandene Disziplin gesehen werden.

ISPRAT fordert ein neues Verständnis der „Daseinsvorsorge“. Matthias Kammer, Vorstandsvorsitzender von ISPRAT: „Wir sind in der Informationsgesellschaft angekommen – aber ist es auch der Staat? Wenn sich das Leben der Menschen immer mehr ins Netz verlagert und das Internet immer mehr von einer rein technischen Plattform zu einem Raum wird, in dem Menschen agieren und kollaborieren, sollte geprüft werden, ob sich dadurch Änderungen in der Infrastruktur-Verantwortung des Staates ergeben.“ Das sagte Kammer anlässlich der 6. CIO-Konferenz.

Matthias Kammer weiter: „Früher hatten wir den Marktplatz als „Forum“ zum Austausch. Heute verlagern sich immer mehr unserer Aktivitäten ins Internet. Gehören elementare IT-Infrastrukturen – vom PC bis zum Internet-Zugang – deshalb zu einer staatlichen Grundversorgung? Der Staat wird nicht umhin können zu klären, ob der Begriff „Daseinsvorsorge“ auf die „elektronische Daseinsvorsorge“ ausgeweitet werden muss.“

 

„Analoge“ Dienste wie Post und Telekommunikation, Energie- oder Ver- und Entsorgungswirtschaft fallen traditionell in die Kategorie „staatliche Daseinsvorsorge“, ebenso das Verkehrs- oder Sozialwesen. Für diese Bereiche besteht ein besonderes öffentliches Interesse. Rund 71 Prozent der Deutschen sind mittlerweile online, etwa 100 Minuten täglich verbringt jeder User durchschnittlich im Internet. Das Internet ist damit zu einer Plattform für Transaktion und gesellschaftlichen Austausch geworden und hat sich zu einem Kommunikationsmittel wie Post oder Telefon entwickelt. Deshalb ist die staatlich zu gewährleistende Daseinsvorsorge auch auf diese neuen digitalen Medien zu übertragen und anzuwenden. Eine neue Verpflichtung für den Staat.

ISPRAT ist zum ersten Mal mit der CIO-Konferenz zu Gast in Wien. Roland Jabkowski, Geschäftsführer der Bundesrechenzentrums GmbH (Wien) und ISPRAT-Mitglied, betont die Bedeutung des europäischen Erfahrungsaustausches über nationale IT- und E-Government-Grenzen hinweg: „Wir freuen uns, dass ISPRAT zu Gast in Wien ist. Bei der Frage, welche Rolle der Staat in der Informationsgesellschaft spielen soll und darf, bewegen wir uns in Deutschland und Österreich auf ähnlichem Terrain. Österreich setzt wie Deutschland auf digitale Verwaltungs-Strategien und baut sein E-Government-Angebot kontinuierlich aus. Wir dürfen aber niemanden auf der Reise ins digitale Zeitalter zurücklassen. Ein europäischer Erfahrungsaustausch kann deshalb hilfreich sein, um die Rolle des Staates in unserer modernen Gesellschaft aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu diskutieren.“

Auf der CIO-Konferenz diskutieren in der Nationalbibliothek namhafte Akteure der öffentlich-rechtlichen IT Strategien zum erfolgreichen Einsatz der Informationstechnik. Dr. Reinhold Lopatka, Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen, und Dr. Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Nationalbibliothek, begrüßten eingangs die Gäste. Danach hat Dr. Gerhard Popp, im Bundesministerium für Finanzen Leiter der Sektion IT und Kommunikation, die E-Government-Strategie Österreichs vorgestellt. Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, Bundesbeauftragte der deutschen Bundesregierung für Informationstechnik, hielt einen Vortrag über die deutsche Nationale E-Government-Strategie und die Vorhaben des IT-Planungsrates. Dr. Philipp Müller, Gastdozent für Public Policy an der Erfurt School for Public Policy, diskutiert das „Government 2.0“.

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