Storage nach Maß statt Masse Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


14.07.2010 Thomas Mach

Storage nach Maß statt Masse

Um 58 Prozent soll laut einer Studie der IDG das Speichervolumen der weltweit installierten Massenspeicher steigen. Doch das Ende der Fahnenstange ist damit noch längst nicht erreicht. Für spätestens 2015 prognostizieren Marktforscher eine Steigerungsrate von 93 Prozent gegenüber dem Status quo.

Paradoxes Ergebnis der IDG-Studie ist aber, dass derzeit rund 28 Prozent der Speicherkapazitäten in Unternehmen ungenutzt sind und bleiben werden. Dies bestätigt auch eine Studie der IDC. Demnach betrug die weltweite Menge digital gespeicherter Daten im Jahr 2009 runde 800 Mrd. Gbyte (0,8 Zettabyte). Für 2010 prognostizieren die IDC-Augruen eine Datenmenge von 1,2 Zettabyte. "Wer böswillig ist, unterstellt bei diesen Zahlen den IT-Verantwortlichen einen chronischen Hang zur Vergeudung - frei nach dem Motto: Nehmen Sie ruhig noch eines, dann haben Sie eines mehr", unterstreicht Dataglobal-Geschäftsführer Wolfgang Munz. "Allerdings bin ich davon überzeugt, dass dem nicht so ist."

Vielmehr hätten Entscheider mittlerweile verinnerlicht, was "der wichtigste Aktivposten in fast jedem Unternehmen" sei – "digital gespeicherte Information". "Nur welche der Myriaden von Datensätzen wichtig und welche unwichtig sind, weiß niemand. Und bevor man den Erfolg oder gar die Existenz der eigenen Firma aufs Spiel setzt, greift man lieber in die wohlgefüllten Regale der Storage-Anbieter und rüstet nach."

Das passiere aber auf Kosten des IT-Budgets. "Das der IT-Etat mit jedem nachgerüsteten Tbyte mehr ausdünnt, wird zähneknirschend in Kauf genommen. Dabei ginge es auch anders - wenn die Voraussetzungen stimmen. Und die wichtigste dieser Voraussetzungen ist das Wissen um die Wertigkeit jeder einzelnen der gespeicherten Informationen." Würden Daten analysiert und klassifiziert, steige nicht nur ihr Nutzwert um ein Vielfaches. "Es ist dann auch in vielen Fällen denkbar einfach, den teuren Nachkauf von Primärspeichern zu vermeiden und Daten sicher, aber ihrem Nutzwert entsprechend preisgünstig, zu verwahren beziehungsweise zu löschen, wenn sie auf der Werteskala die Null erreichen."

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: