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03.08.2010 Rudolf Felser

Sechs Vorurteile über die Modernisierung und Migration von Enterprise-Applikationen

Von der Modernisierung und Migration von Enterprise-Applikationen versprechen sich Unternehmen Kostenreduktion. Dennoch halten sich Vorurteile, die Unternehmen zögern lassen, diesen Weg einzuschlagen.

Viele Unternehmen setzen auf die Modernisierung ihrer großen Enterprise-Applikationen und nicht mehr auf den Einsatz von Standard-Lösungen oder auf das komplette Neuschreiben der Applikationen. So sprachen sich kürzlich in einer Studie von Micro Focus und Vanson Bourne 58 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen für die Modernisierung als die beste Methode zur Reduzierung der IT-Kosten aus, etwa indem die Applikationen vom Mainframe auf Linux- oder Windows-Server migriert werden.

Andererseits bestehen noch immer Vorbehalte gegen die Modernisierung von Kernanwendungen. Der Anbieter Micro Focus ist in diesem Sektor tätig und versucht die gängigsten Vorurteile über die Modernisierung von Enterprise-Applikationen zu widerlegen:

  • Vorurteil Performance Benchmarks und Studien belegen, dass die Performance der Applikationen nach einer Migration auf verteilte Systeme gegenüber dem Mainframe eher steigt, weil die Anwendungen aufgrund der anderen Rechner-Architektur die CPU nun exklusiv nutzen können.
  • Vorurteil Sicherheit Server-Systeme verfügen heute über ausgereifte Sicherheitskonzepte, so dass die Sicherheit in verteilten Systemen der von Host-Systemen in nichts nachsteht. Im Übrigen werden auch neu entwickelte Applikationen oder Standard-Lösungen auf Servern betrieben.
  • Vorurteil Risiko Die Modernisierung und Migration von Enterprise-Applikationen stellt nur ein geringes Risiko dar, weil die bewährten und wertvollen Elemente einer Applikation - also insbesondere die Business-Logik - weiter genutzt werden. Sie werden lediglich auf einer neuen Plattform mit aktuellen Technologien betrieben. Demgegenüber sind Neu-Entwicklungen oder der Wechsel zu Standard-Software mit hohen Risiken verbunden, weil hier die Geschäftsprozesse neu abgebildet werden müssen.
  • Vorurteil Anpassungsaufwand Aufwand und Zeitbedarf bei Modernisierung und Migration sind deutlich geringer als bei Neu-Entwicklung oder dem Wechsel zu Standard-Software. Da die Business-Logik der Anwendung erhalten bleibt, sind Änderungen am Code in der Praxis minimal.
  • Vorurteil Infrastruktur Verteilte Systeme können heute alle Infrastrukturfunktionen eines Mainframes zur Verfügung stellen. Es gibt ein breites Set von Tools, mit dem sich Dienste für Sicherheit, Monitoring, Drucken oder Backup auch auf Server-Plattformen realisieren lassen. Selbst Batch-Skripts lassen sich heute vom Mainframe auf verteilte Systeme übernehmen.
  • Vorurteil Verfügbarkeit Verteilte Systeme erreichen heute eine Verfügbarkeit von bis zu 99,999 Prozent und sind auch darin meist besser als Mainframe-Systeme.

"In der Realität einer unter Kostendruck stehenden IT hat sich ein pragmatischer Ansatz bewährt", erklärt Rainer Downar, Country Manager von Micro Focus Central Europe. "Das heißt: Standard-Software für klassische Funktionen, Neu-Entwicklung für neue Aufgaben wie Web-Applikationen und für die Enterprise-Applikationen die Migration auf zeitgemäße, deutlich kostengünstigere Plattformen." (pi/rnf)

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