Die Erfolgsfaktoren beim Performance-Management Detail - Computerwelt

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19.09.2010 Christiane Pütter*

Die Erfolgsfaktoren beim Performance-Management

Wo Performance-Management funktioniert, liegen Umsatz und Kundenzufriedenheit überdurchschnittlich hoch. Außerdem treffen solche Unternehmen genauere Voraussagen. Das behauptet zumindest der US-Marktforscher Aberdeen in einer Studie.

Eckdaten wie Absatz und Umsatz im Quartalsbericht sind zu wenig. "Performance Management" nennt sich der Versuch von Entscheidern, möglichst aktuell über die Geschäftsentwicklung informiert zu sein. Glaubt man den Analysten von Aberdeen, kann ein gutes Performance Management die Ergebnisse des Unternehmens verbessern. Deren These: Performance Management hilft, die Ziele des Unternehmens zu verstehen und Treiber für Geschäftsentwicklungen zu verstehen.

Für Aberdeen gilt Performance Management dann als gelungen, wenn Entscheider tagesaktuellen Einblick in alle Entwicklungen haben. Dafür müssen sie Metriken definieren. Das bedeutet, dass Informationen und Daten aus verschiedensten Quellen gesammelt, analysiert und aufbereitet werden müssen.

Zu diesem Thema hat sich Aberdeen 321 Unternehmen angesehen. Wie bei dem US-Marktforscher üblich, wurden diese in drei Kategorien eingeteilt. Besonders erfolgreiche Firmen dürfen sich "Best in Class" (BiC) nennen. Sie stellen 20 Prozent des Feldes. Die Unternehmen mit den schlechtesten Ergebnissen gelten als "Laggards" (dt.: Trödler). Dazu zählen 30 Prozent der Befragten. Die verbleibenden 50 Prozent bilden das Mittelfeld.

Die Unterschiede zwischen diesen Kategorien lauten wie folgt: Die BiCs erreichen eine Kundenzufriedenheit von 92 Prozent. Bei den Firmen im Mittelfeld beträgt sie 84 Prozent und bei den Nachzüglern 74 Prozent. Allerdings geben die Analysten nicht an, wie Kundenzufriedenheit in dieser Studie definiert ist und wie sie gemessen wird.

Außerdem liegen die Klassenbesten mit 87 Prozent ihrer Voraussagen richtig. Die Durchschnittsfirmen dagegen trifft das nur auf 65 Prozent zu. Die meisten Unternehmen aus der Laggard-Kategorie messen diesen Punkt gar nicht.

Nach den Zahlen von Aberdeen korreliert Performance Management mit dem wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens, denn in dieser Studie erzielten die BiCs binnen Jahresfrist ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 38 Prozent. Das Mittelfeld musste einen Rückgang von zwei Prozent hinnehmen. Bei den Laggards sank der Erlös im Schnitt um 15 Prozent.

METRIKEN IN DEN WORKFLOW INTEGRIEREN Stellt sich die Frage, was die Musterschüler besser machen. Auch dazu hat Aberdeen Zahlen: 62 Prozent der Erfolgs-Firmen haben formale Prozesse entwickelt, um ihre Metriken tagesaktuell in Workflows zu integrieren. Bei den Mittelklasse-Firmen sind es nur 42 Prozent (Laggards: 33 Prozent). Darüber hinaus haben 52 Prozent der BiCs ein Repository für Key Performance Indikatoren (KPI) angelegt (Mittelfeld: 34 Prozent, Laggards: 26 Prozent). Das soll die Nutzung von KPIs optimieren.

Stichwort Informationstechnologie: 75 Prozent der BiCs nehmen für sich in Anspruch, die zur Performance-Messung erforderlichen Datenquellen identifizieren zu können. Unter den Befragten im Mittelfeld sagen das 56 Prozent, unter den Laggards 55 Prozent.

75 Prozent der BiCs arbeiten mit statischen Reports (Mittelfeld: 64 Prozent, Laggards: 63 Prozent). 69 Prozent der BiCs nutzen Dashboards (Mittelfeld: 58 Prozent, Schlusslichter: 52 Prozent). Außerdem haben 46 Prozent der "Best in Class"-Unternehmen spezielle Performance-Management-Anwendungen oder -Plattformen implementiert (Mittelfeld: 35 Prozent, Trödler: 33 Prozent).

Nichtsdestoweniger darf der Mensch nicht zu kurz kommen. Daher kommunizieren 65 Prozent der Entscheider in BiC-Unternehmen regelmäßig in Sachen "Performance-getriebene Kultur", wie Aberdeen berichtet. Unter den Mittelfeld-Firmen sind es 47 Prozent und unter den Schlusslichtern 37 Prozent.

BESSERE ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN Unabhängig davon, zu welcher Kategorie ein Unternehmen zählt, fragte Aberdeen nach den Gründen für den Einsatz von Performance Management. Ganz oben rangiert für die Befragten der Wunsch, die Treiber für geschäftliche Entwicklungen auszumachen (43 Prozent der Nennungen). Außerdem wollen sie zügiger und akkurater entscheiden können (41 Prozent). Jeder Dritte erklärt außerdem, bisher zu wenig Einblick in das Unternehmen zu haben.

An der Aberdeen-Studie "Operational Performance Visibility" haben sich Entscheider aus 321 Unternehmen beteiligt.

* Der Autor ist Redakteur des deutschen CIO.

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