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18.10.2010 pi

Palfinger verstärkt Outsourcing-Aktivitäten

Palfinger hat seinen Outsourcing-Vertrag mit HP um fünf Jahre verlängert und an die eigenen Geschäftsanforderungen angepasst.

HP übernimmt damit für den Hersteller von hydraulischen Hebe-, Lade- und Handlingsystemen den Betrieb der zentralen IT-Komponenten an den österreichischen und einigen deutschen Standorten. Die Services umfassen das gesamte Management von Rechenzentrumskomponenten wie Servern, Netzwerk und Storage, und bieten Managed Desktop und Help Desk Services für 1.500 User, allen voran die Administration der geschäftskritischen SAP-Plattform. Die flexible Kostenstruktur und der modulare Rahmenvertrag des Outsourcing-Deals mit HP erlauben Palfinger, die IT rasch und problemlos an die eigene Geschäftsentwicklung anzupassen – die Dimensionierung ist sowohl nach oben als auch nach unten möglich. Neu im Fokus ist die strategische Ausrichtung an IT-Innovationen, die in einer eigenen "Innovation Agenda" festgeschrieben wurde.

FLEXIBILITÄT IST TRUMPF Die vergangenen Jahre waren keine leichten, attestiert Johann Königshofer, Leiter Corporate IS & Processes von Palfinger. Die Wirtschaftskrise riss tiefe Löcher in die Auftragsbücher von Palfinger. Ein harter Sparkurs war angesagt, auch bei der IT. Dass der Salzburger Weltmarktführer für LKW-Knickkräne schon zu dieser Zeit auf Outsourcing mit HP gesetzt hatte, empfindet Königshofer heute als strategischen Glücksgriff: "Die Volatilität unseres Geschäfts verlangt auch von der IT Flexibilität. Dank Outsourcing können wir schnell und einfach auf die Geschäftsentwicklung reagieren. Damit haben wir die kritischen Zeiten gut gemeistert – und ich bin mir sicher, dass wir das mit dem neuen Outsourcing-Vertrag mit HP auch in Zukunft tun werden."

Flexibilität in Menge und Preis war daher das oberste Dogma, das sich Palfinger bei der Verlängerung des Outsourcing-Vertrags mit HP zu Beginn des Jahres auf seine IT-Agenden geschrieben hatte. Das Ergebnis: Die neue Vereinbarung mit HP bricht die einzelnen Lösungen und Services detailliert herunter und legt damit nicht nur einen flexiblen Leistungskatalog, sondern auch ein flexibles Kostenmodell vor. In der Praxis bedeutet das: Wächst das Geschäft und wird mehr IT-Leistung benötigt, kann Palfinger diese einfach und schnell zu festgelegten Kriterien zukaufen. Werden diese nicht mehr benötigt oder läuft das Geschäft schlechter, können einzelne Services einfach abbestellt werden.

"Die IT muss heute mehr können als nur zu funktionieren. Sie muss einen deutlichen, belegbaren Beitrag zum Erfolg des gesamten Unternehmens liefern. Mit dem neuen Outsourcing-Vertrag setzen wir gemeinsam mit Palfinger diesen strategischen IT-Ansatz in die Realität um", erklärt Rudolf Kemler, Generaldirektor von HP Österreich.

GLOBAL UND LOKAL Dass Outsourcing nicht gleich zu setzen ist mit "jemand anderes kümmert sich um meine gesamte IT", darauf legt Königshofer besonderen Wert: "Für uns ist es wesentlich, die Kontrolle über wichtige Prozesse und das Kerngeschäft wie bei der Entwicklung neuer Kräne im eigenen Haus zu behalten. So erfüllt Outsourcing seinen Zweck optimal."

Umfassend liest sich das Service-Portfolio, das HP an Palfinger liefert. Im Mittelpunkt stehen Desktop Outsourcing und Help Desk Services. Das heißt, HP kümmert sich darum, dass an den einzelnen Arbeitsplätzen der User die jeweils benötigten Anwendungen verfügbar sind und die IT funktioniert. Dies umfasst sowohl die geschäftskritische SAP-Umgebung, mit der drei Terabyte großen Speicherdatenbank, als auch das Server-, Storage- und Netzwerkmanagement inklusive der Datensicherheit durch redundante Anbindung sowie Support für Umgebungen wie Citrix, SQL, Oracle, Sharepoint und Exchange. Die einzelnen Anwendungen bezieht Palfinger bei den einzelnen Lieferanten selbst.

Um diese Anforderungen in der benötigten Service-Qualität zu erfüllen, hat HP ein eigenes Support Team speziell für Palfinger abgestellt, das sich vor Ort in Salzburg um die IT an den Arbeitsplätzen kümmert. Zudem betreut ein weiteres Team den Helpdesk in Wien. Die Services selbst werden aus den weltweiten HP Service Centern, aus insgesamt acht Ländern, zugeliefert. So kommen beispielsweise der Communications und Exchange Support aus den HP Standorten in Costa Rica, bzw. auf den Philippinen, die Services für SAP aus Bratislava in der Slowakei oder der Oracle Support aus Böblingen in Deutschland.

Für Gerald Rehling, Country Integration Manager und verantwortlicher Account Executive des Outsourcing-Projekts mit Palfinger bei HP Österreich, ist dies nicht nur eine Anerkennung für die IT-Management-Expertise von HP in Österreich, sondern auch der klare Beleg des "think global, act local"-Prinzips: "Durch die Schaffung von weltweit verteilten Expertenzentren für spezielle IT-Services gepaart mit den lokalen Erfahrungen sowie der Kundennähe bietet HP eine weltweite Infrastruktur, die für beinahe alle individuellen Wünsche eine Lösung parat hält."

Die Zahlen bestätigen dies: So betreut HP Österreich bei Palfinger 1.500 mobile oder fixe Arbeitsplätze, administriert dazu rund 70 Server und 140 aktive Netzwerkkomponenten. Weiters gehen durchschnittlich rund 850 bis 900 Service-Calls pro Monat beim Helpdesk ein.

INNOVATION AUF DER AGENDA Besonders großen Wert legen die Partner bei dem neuen Vertrag auf das Thema IT-Innovation. Dazu wurde eine eigene "Innovation Agenda" installiert, die die Qualität der Services und die Weiterentwicklung neuer Outsourcing-Services für Palfinger im Rahmen des Outsourcing-Vertrages sicherstellen soll. Integrativer Bestandteil: Ein dreistufiges Steering Committee, bestehend unter anderem aus Vertretern des Top Managements von Palfinger und HP Österreich, das quartalsweise die IT-Entwicklungen begutachtet und daraus strategische Entscheidungen für die weitere Zusammenarbeit ableitet.

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