7 Ratschläge für Unternehmen: Der IT-Arbeitsplatz von morgen Detail - Computerwelt

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03.12.2010 Tanja Wolff*

7 Ratschläge für Unternehmen: Der IT-Arbeitsplatz von morgen

IT-Arbeitsplätze verändern sich: Mitarbeiter werden bald von jedem Ort aus arbeiten, egal mit welchem Endgerät. Dabei müssen Firmen einiges beachten.

Einer Analyse des Beratungshauses Centracon zufolge werden sich IT-Arbeitsplätze durch einen ortsunabhängigen Zugriff, modulare Services und aufgabenspezifische Leistungsprofile auszeichnen. Es wird allerdings auch eine neue Freiheit bei Endgeräten und eine automatisierte Bereitstellung von Diensten geben.

Um Unternehmen den Weg zum neuen IT-Arbeitsplatz zu erleichtern, hat Centracon die sieben wichtigsten Schritte in die Zukunft zusammengefasst.

1. Desktop-Virtualisierung Zu der grundsätzlichen Voraussetzung für flexible und ortsunabhängig nutzbare IT-Arbeitsplätze gehört, dass diese unabhängig von Hardware und Betriebssystemen bereitgestellt werden können. Es werden künftig mehr Virtualisierungstechnologien genutzt, um auf zentralisierte oder zur Offline-Nutzung synchronisierte Umgebungen zuzugreifen. Dabei sind alle Komponenten für eine dynamische Bereitstellung isoliert.

2. Die Ausrichtung muss strategisch definiert sein Neben den bewährten Fat-Clients sowie Betriebssystem- und Anwendungsinstallationen sollten in die Projektplanung auch verschiedene andere Technologien einbezogen werden. Dazu gehören, außer der Virtualisierung der Desktops, der Client Hypervisor-Ansatz (befindet sich noch in der Entwicklung), das Desktop-Sharing und die Virtualisierung sowohl von Anwendungen als auch von Profilen und Daten.

Beachtet werden muss hierbei, dass es unsinnig ist jede Technologie in jedem Unternehmen für alle Arbeitsplätze einzuführen. Betriebe müssen die Stärken der einzelnen Technologien und ihrer dazugehörigen Produkte genau unter die Lupe nehmen. Nur so können sie die individuellen Bedürfnisse ihres Unternehmens erfüllen.

3. Liberalisierung der Endgeräte Die Geräte werden künftig nach spezifischen Business-Anforderungen oder persönlichen Neigungen der Anwender ausgewählt. Das kann unter anderem bedeuten, dass Mitarbeiter ihre privaten Laptops einsetzen können. Dabei müssen Unternehmen nicht um ihre Datensicherheit fürchten. Der Grund: Die Daten werden bei der Desktop-Virtualisierung zentral zur Verfügung gestellt.

4. Individueller Zuschnitt der Anwendungen Mit den ortunabhängigen Arbeitsplätzen werden sich auch neue individuelle Anforderungen ergeben. Um diesen gerecht zu werden, sollten Teams oder einzelne Mitarbeiter aus einem Portfolio an modularen Diensten abteilungs-, aufgaben- oder rollenspezifische Profile bekommen. Damit werden die Angestellten nicht nur gezielter unterstützt, auch die Bedingungen am IT-Arbeitsplatz werden schlanker. Der Grund: Es kann auf den heute üblichen Overhead verzichtet werden. Stattdessen gibt es bedarforientierte Services.

5. Arbeitsplatzfunktionen über User Self Services automatisiert bereitstellen Durch die Differenzierung der Arbeitsplatzprofile in atomare Services können sich Mitarbeiter in Zukunft selbst bedienen. Sie bekommen den IT-Arbeitsplatz, über Workflows gesteuert, quasi als Service aus der Steckdose. Das Gute daran ist, dass Prozesse automatischer ablaufen und Ressourcen damit entlastet werden. Das lässt sich über klassische Architekturkonzepte nicht realisieren.

6. Nachhaltige Flexibilisierung und Automation durch einen Service Configurator Die zeitaufwändige Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen gehört der Vergangenheit an. Der Service Configurator bastelt aus vielen verschiedenen Kombinationen von Einzel- und ergänzenden Services für den jeweiligen User ein passgenaues Serviceprofil. Dieses wird mit entsprechen Tarif- beziehungsweise Preisinformationen ergänzt und schon hat man ein individuelles Arbeitsplatz-Serviceportfolio. Steuerungsmechanismen stellen dabei sicher, dass der Benutzer nur aus vordefinierten Konstellationen an Diensten im Service Configurator auswählen kann.

7. Desktop-Management über die Cloud Individuelle Clients lassen sich flexibler und wirtschaftlicher über eine Frontend-Cloud realisieren. Zu ihren Vorteilen gehören vor allem die flexible Skalierbarkeit der Anwendungen und des IT-Betriebs. Außerdem sind Kosten und Leistungen transparenter als beim klassischen Infrastrukturbetrieb. Im Vergleich zu klassischen Konzepten kann mit der Frontent-Cloud die IT-Servicequalität noch mehr gesteigert werden. Zusätzlich ist es möglich Dienstleistungen besser zu vergleichen.

* Der Autor ist Redakteur des deutschen CIO.

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