Machtwort: Sparwut mit Nebenwirkungen Detail - Computerwelt

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15.12.2010 Thomas Mach

Machtwort: Sparwut mit Nebenwirkungen

Konsolidierung, Kosten einsparen, Optimieren, Auslagern – die IT-Welt des vergangenen Jahres war vielerorts vor allem von einem getrieben: dem Geist der Einsparung.

Damit einher ging in vielen Unternehmen auch der Wille (vermeintlich) neuen Technologien die Möglichkeit zu bieten, ihr versprochenes Potenzial zu beweisen. Doch langsam aber sicher ist das Ende der Fahnenstange erreicht, schließlich wird in der Mehrheit der deutschsprachigen Unternehmen nicht erst seit dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise auf »Teufel komm raus« optimiert und konsolidiert. Auch die IT-Budgets stagnieren nicht erst seit gestern auf einem eher geringen Wert.

2011 komme die Trendwende, prognostizieren nun Marktforscher und -experten. »Das Maximum an möglichen Einsparungen in der IT scheint in Kürze erreicht zu sein«, warnt etwa Bernd Bugelnig von Capgemini Consulting Österreich. Zunehmend mehr Unternehmen würden mittlerweile mit negativen Auswirkungen auf das Tagesgeschäft rechnen, falls das IT-Budget (weiter) gekürzt würde. Er bezieht sich dabei auf eine unlängst durchgeführte Studie des Beratungshauses, derzufolge der Anteil des IT-Budgets, der in den nächsten zwölf Monaten in die Entwicklung von IT-Innovationen investiert werden kann, 2011 steige. Einen (nicht unbedeutenden) Anteil daran habe die Virtualisierung der Infrastruktur gehabt.

Dies wiederum verwundert wenig, zählten doch Virtualisierung, Cloud Computing, Was-auch-immer-as-a-Service und Co. heuer zu den Top-Themen der IT-Branche. Wobei zumeist gerade das Versprechen des »Kosten sparens« lockte. Im ersten Moment schwebten denn auch alle wie auf Wolken, doch nicht selten folgte der Absturz aus ebenjener schneller als erwartet. Dem ambitionierten Virtualisierungs-Projekt etwa stehen im realen Unternehmen so manche Stolpersteine im Weg. Überhastet eingeleitete Projekte mit endlos hoch gesteckten Erwartungen und Zielen führen genauso zu Problemen wie ein allzu sorgloser Umgang mit unternehmenskritischen Daten oder ein Wildwuchs virtueller (ungenutzer) Rechner im Data Center. Beim Cloud Computing kommen mit der Abhängigkeit vom Provider (eine Diskussion, die dank Amazon/Wikileaks neue Höhen erreichen dürfte) und Datenschutz-Sorgen weitere (potenzielle) Probleme hinzu.

Zudem kommt, dass (entgegen aller Prognosen) zahlreiche Unternehmen die Möglichkeiten ihrer eigenen System ohnehin immer noch nicht wirklich ausnutzen. Was letztlich zumeist eine (Teil-)Folge der Sparwut ist. So haben – einer Accenture-Studie zufolge – die Mehrheit der deutschsprachige Unternehmen die Wartung ihrer SAP-Landschaften vernachlässigt. Mit dem Ergebnis, dass das eigentliche Potenzial der Software oft auf der Strecke blieb.

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