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16.01.2011 pte

Social Media: Manager fürchten Machtverlust

Viele Führungskräfte scheuen sich noch davor, ihre Unternehmen für Kommunikationsformen des Web 2.0 zu öffnen, schreibt Unternehmensberater Michael Hengl in einem Gastbeitrag für Harvard Business Manager.

Leider blockieren Manager aber noch immer aus Angst vor Veränderung und Machtverlust den Weg zum Unternehmen 2.0. Sie verzögern und zensieren interne Foren und Blogs. Öffentliche Äußerungen im Internet kontrollieren sie über Verschwiegenheitsklauseln und Zugänge zu Facebook, Twitter oder Xing sperren sie sogar ganz. Sie verharren in alten Verhaltensmustern, statt Kommunikation zu fördern und in die richtigen Bahnen zu lenken. Sie lassen die Chance ungenutzt, die Koordination im Unternehmen erheblich zu verbessern, so Hengl in seinem Beitrag.

Vielen Managern würde es zudem schwerfallen, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Ihnen wird schmerzlich bewusst, dass die Kompetenzlücken im Unternehmen eher größer als kleiner werden. "Kein Wunder, dass sich viele Entscheider überfordert fühlen. Sie wissen nicht genau, wie sie das Zeitalter des Unternehmens 2.0 in ihrer Organisation einläuten sollen, geschweige denn, wie sie den Erfolg von Investitionen in Social Media messen könnten. Zudem fehlt es oft an der sozialen Kompetenz, um mit allen Anspruchsgruppen zusammenhängende Strategien zu entwickeln", erläutert Hengl.

FEHLSCHLÄGE Ein Fehlschlag wie ihn Google mit Google Wave erlebte, wäre in vielen Unternehmen ein Desaster. Der Internetkonzern hat 2009 sein Programm als Nachfolger der E-Mail präsentiert und in einer Beta-Version auf den Markt gebracht. Das Produkt was ein Flop, 2010 stellte das Unternehmen Google Wave wieder ein. Eine Katastrophe sieht man bei Google darin jedoch nicht.

Auf Google Wave angesprochen, reagierte Vorstandschef Eric Schmidt auf der Techonomy-Konferenz im kalifornischen Lake Tahoe schulterzuckend: "Wir probieren Dinge aus und wir feiern unser Scheitern. In unserem Unternehmen ist es absolut in Ordnung, etwas besonders schwieriges zu versuchen, damit keinen Erfolg zu haben und daraus zu lernen." Es ist Teil der Google-Philosophie, Dinge auszuprobieren, Grenzen regelmäßig zu überschreiten und auch einmal in rechtliche Grauzonen vorzustoßen. (pte/rnf)

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