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25.01.2011 Rudolf Felser

Arbeitszeitkiller Social Networks?

Social Networks haben sich in den IT-Unternehmen noch nicht durchgesetzt.

Zwei Drittel der hundert im Rahmen einer (nicht-repräsentativen) Studie der Nationalen Initiative für Informations- und Internetsicherheit (NIFIS e.V.) Befragten halten offenbar nichts davon, wenn sich ihre Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit in sozialen Netzwerken aufhalten – wenn auch mit unterschiedlicher Begründung: Vierzig Prozent vertreten die Ansicht, dass "die Nutzung dieser Dienste Privatsache ist und aus diesem Grund auch nur privat durchgeführt werden sollte". Geht es hier eher um den Verlust von Arbeitszeit, sehen weitere 26 Prozent in der Nutzung der Dienste am Arbeitsplatz sogar "ein nicht zu kalkulierendes Risiko für die IT- und Informationssicherheit eines Unternehmens". Konsequenz: "Diese Dienste sollten generell im Unternehmen gesperrt werden."

Auf der anderen Seite steht ein gutes Drittel (34 Prozent), das die möglichen positiven Auswirkungen in den Vordergrund stellt. Social Networks stellen danach eine "schnelle und unkomplizierte neue Form der Kommunikation dar". Mitarbeitern sollte daher die Nutzung erlaubt sein, "da hier ein wertvoller Austausch von Informationen ermöglicht wird, von der auch das Unternehmen profitieren kann."

Daneben wollte die NIFIS auch in Erfahrung bringen, wie die Experten das Geschäftsgebaren von Diensten wie Facebook oder auch Google beurteilen, das derzeit insbesondere in datenschutzrechtlicher Hinsicht in der Diskussion steht. Dabei geht es um die Sammlung und Weitergabe von persönlichen Daten beziehungsweise um umstrittene Angebote wie Google Streetview. Knapp über die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass solche Vorgehensweisen im Zusammenhang mit der Vernetzung verschiedener Kanäle, der Kontaktfreude und dem Mitteilungsbedürfnis vieler Menschen "normal" sei und "jemand, der freiwillig Teil des Ganzen ist, sich nicht beschweren dürfe". Allerdings meinen immerhin 44 Prozent, dass der Umgang der genannten Unternehmen mit persönlichen Daten "nicht zu dulden" sei und diesem Geschäftsgebaren ein Riegel vorgeschoben werden müsse. Nur vier Prozent denken hingegen, dass die Vorgehensweise von Facebook, Google und Co. sogar "notwendig ist, damit neue Dienste entwickelt und verbreitet werden können". Übertriebener Datenschutz blockiere daher Innovationen.

 

 

"ECHTES" NETWORKING WICHTIGER Das Zusammenkommen mit potenziellen Geschäftspartnern in der realen Welt – klassisches Networking also – ist laut einer anderen deutschen Studie wichtiger für das Geschäft als Online-Marketing über das Web 2.0.

Diese Schlussfolgerung lässt sich aus einer gemeinsamen Untersuchung des Münchner Unternehmerkreises Informationstechnologie (MUK IT) und der PR- und Social Media-Agentur European Marketing Communications (euro.marcom) ziehen. Grundlage bildet die Befragung von immerhin rund 150 vornehmlich inhabergeführten Software- und Servicehäusern sowie IT-Beratungsfirmen aus Deutschland.

Laut Umfrage sind über drei Viertel (76 Prozent) der IT-Führungskräfte in erster Linie daran interessiert, ihr persönliches Networking zu verbessern, um damit das Geschäft in Schwung zu halten. Hingegen wollen "nur" knapp die Hälfte (49 Prozent) das Web 2.0 für ihr Marketing einsetzen. "In der Praxis kommt es auf den richtigen Mix an. Beim persönlichen Networking steht vor allem die Qualität der Kontakte im Vordergrund, beim Web 2.0 häufig eher die Quantität", sagt euro.marcom-Agenturchef Andreas Dripke.

Laut der Umfrage beschäftigen sich 71 Prozent der IT-Führungskräfte mit der Frage, wie sich die Ergebnisse von Vertriebspartnerschaften verbessern lassen. Über ein Drittel stufen für 2011 die Performance-Steigerung im Vertrieb als "sehr wichtig", ein weiteres Drittel als "wichtig" ein. 63 Prozent fragen sich, wie sie sogenannte "Blindleistungen" – also Vertriebsanstrengungen, die ins Leere führen – vermeiden können. Im Angesicht der nahenden CeBIT interessant: Lediglich zehn Prozent der inhabergeführten deutschen IT-Unternehmen sind davon überzeugt, durch die Beteiligung an Messen neue Kunden zu gewinnen. (rnf/pi)

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