Gastkommentar: Veränderte Prioritäten im IT-Budget Gastkommentar: Veränderte Prioritäten im IT-Budget - Computerwelt

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17.10.2012 :: Printausgabe 21/2012 :: Damian Izdebski*

Gastkommentar: Veränderte Prioritäten im IT-Budget

In der IT-Welt sind in den letzten Jahren zwei völlig neue Geräteklassen entstanden: Smartphone und Tablet. Mit diesen beiden Geräten ist das Internet mobil geworden und hat die Kommunikation nachhaltig verändert. Im Geschäftsleben wie im Privatbereich sind diese Geräte nicht mehr wegzudenken und geradezu die Voraussetzung, an der gängigen Kommunikation teilnehmen zu können.

© Ditech

Laufend kommen neue Geräte in "Zwischengrößen" heraus, die den gewohnten Standards nicht mehr entsprechen. Smartphones mit extra großen Displays und kleine Tablets zum Telefonieren erschweren es dem durchschnittlichen Konsumenten, die Übersicht zu behalten. Dazu werden wöchentlich neue Geräte vorgestellt, die ihre Vorgänger technisch alt aussehen lassen. Diese Entwicklung hat auch eine Veränderung im IT-Kaufverhalten zur Folge: Nehmen wir als Beispiel einen jungen Menschen, 28 Jahre alt. Er gibt im Jahr ein angenommenes IT-Budget von 1.500 bis 2.000 Euro aus. Vor drei bis vier Jahren hat er mit diesem Geld noch zwei Geräte am Stand der Technik halten müssen. Den Desktop PC (mehr RAM, neue Grafikkarte und schnellerer Prozessor waren notwendig, um die neuesten Spiele zu betreiben) und dazu alle Jahre ein neues Notebook, das nur die Hälfte des Vorgängers wog. Das Handy war kaum mit Anschaffungskosten verbunden, weil uns die Provider diese Geräte bereits beim günstigsten Tarif praktisch nachgeschmissen haben.

Heute ist das Geld nicht wirklich mehr geworden – aber die Produkte, in die man investieren muss: Bei Smartphones sind die teuren Provider-Verträge mit langen Laufzeiten keine Hilfe mehr, weshalb der Trend immer mehr in Richtung vertragsfreier Smartphones geht. Dann will man natürlich ein Tablet haben. Egal ob man es braucht oder nicht. Nachdem man dann festgestellt hat, dass diese beiden Geräte das Notebook nicht ersetzen können, muss man mit dem restlichen Budget noch das Notebook am Stand der Technik halten. Eines ist sicher: Für den Desktop-PC bleibt da meist kein Geld mehr. Das Problem ist aber überschaubar, die Gaming-Zeit wird knapper. Die freie Zeit wird doch auf Facebook und Co. verbracht.

Es hat in meinen Augen eine massive Umschichtung im IT-Budget der Konsumenten stattgefunden. Von den Produktsparten Notebook und Desktop-PC haben sich die Ausgaben hin zu Smartphones und Tablets verlagert.

* Damian Izdebski ist Gründer und Geschäftsführer von Ditech.

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