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AOL: Internet-Saurier schafft Trendwende
Nach langer Talfahrt geht es mit AOL bergauf – dank Werbegeschäft.
Im vierten Quartal stieg der Umsatz um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 600 Millionen US-Dollar (umgerechnet 449 Millionen Euro). Es ist das erste Mal, dass AOL nach der Loslösung vom Medienmulti Time Warner im Jahr 2009 zulegen konnte.
"AOL ist auf den Wachstumspfad zurückgekehrt", sagte Konzernchef Tim Armstrong am Freitag. Das Unternehmen, das früher für seine Internetzugänge bekannt war, hat sich zum Medienanbieter gewandelt. Armstrong kaufte für 315 Millionen Dollar die US-Onlinezeitung "Huffington Post". Auch die Technologieblogs "Engadget" und "TechCrunch" gehören zu AOL.
Das Unternehmen verdient an Werbung im Umfeld der Inhalte. Der Gewinn im Schlussquartal stieg um mehr als die Hälfte auf unterm Strich 36 Millionen Dollar. Auch das zweite große Internet-Urgestein, Yahoo, hatte zuletzt Zeichen von neuem Leben gezeigt. Dort arbeitet die ehemalige Google-Spitzenmanagerin Marissa Meyer an der Trendwende.
*Thomas Cloer ist Redakteur unserer Schwesternzeitschrift Computerwoche.
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