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27.10.2009 Rudolf Felser

Green-IT-Leader: IBM, HP, Fujitsu

Wie "green" ist die IKT-Branche wirklich? Diese Frage hat Greenpeace erneut im Rahmen ihres Rankings "Cool IT" gestellt.

Wie "green" ist die IKT-Branche wirklich? Diese Frage hat sich die Umweltorganisation Greenpeace nun bereits zum zweiten Mal im Rahmen ihres Firmenrankings "Cool IT" gestellt. Darin werden die Leistungen weltweit führender IKT-Unternehmen in Bezug auf den Klimaschutz bewertet. IBM, HP und Fujitsu belegen diesmal die ersten drei Plätze, keine Firma erzielte jedoch mehr als fünfzig von hundert möglichen Punkten. Neu hinzugekommen sind Google (vierter Platz mit 33 von hundert Punkten) und Panasonic (bildet mit acht von hundert Punkten das Schlusslicht auf Platz vierzehn).

Das Ranking ist in drei Bereiche gegliedert, nach denen Elektronikunternehmen bewertet wurden:

  • Entwicklung von IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige sowie genaue Messung der Auswirkungen der vorgeschlagenen Lösungskonzepte in Bereichen wie zum Beispiel Gebäudeeffizienz, Transport oder elektronische Versorgungsnetze.
  • Bemühungen zur Erzielung eines guten Klimaabkommens bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Damit verbunden ist ein Impuls zur Steigerung der Nachfrage nach IT-gesteuerten Klimalösungen in anderen Wirtschaftszweigen.
  • Senkung der eigenen Treibhausgasemissionen sowie vermehrte Nutzung erneuerbarer Energiequellen.

Die Bewertung setzt den Schwerpunkt darauf, wie IT-Firmen jetzt dazu beitragen können, die größtmögliche Menge an Treibhausgasemissionen einzusparen. Dies betrifft wie erwähnt ihr Engagement für Kopenhagen sowie die Senkung der eigenen betrieblichen Emissionen. Die Kriterien im Bereich der IT-Lösungen dienen einerseits der Ermittlung der derzeitigen Vorreiter unter führenden IT-Unternehmen, andererseits soll damit skizziert werden, wie Unternehmen in Zukunft Lösungen für eine bestmögliche Reduktion globaler Treibhausgasemissionen entwickeln und bewerten sollen.

GROSSES POTENZIAL Die von der IT-Industrie in Auftrag gegebene Studie Smart 2020 zeige, dass die IT-Branche enormes Potenzial zur Verringerung des weltweiten Treibhausgasausstoßes hätte, indem sie intelligente IT-Lösungen für andere Branchen entwickelt, so Greenpeace in einer Aussendung. Der Studie zufolge könnten die globalen Treibhausgas-Emissionen bis 2020 beispielsweise mit Hilfe verbesserter Gebäudeeffizienz oder der Optimierung von Transport- und elektronischen Versorgungsnetzen um fünfzehn Prozent gesenkt werden. Demnach würde die IT-Branche den Umweltschützern zufolge zu den Gewinnern zählen, sollten bei der Anfang Dezember in Kopenhagen stattfindenden UN-Klimakonferenz tatsächlich ambitionierte Ziele zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen vereinbart werden.

IT-Großkonzerne wie Google, Microsoft und IBM zögerten bislang jedoch, sich in der Öffentlichkeit für die dringende Notwendigkeit einer Reduktion der CO2- Emissionen auszusprechen. "Obwohl die IT-Unternehmen unmittelbar von ambitionierten Klimaschutzzielen profitieren würden, erreichen die meisten von ihnen nicht einmal annähernd das Potenzial, eine Führungsrolle beim Klimaschutz zu übernehmen", zeigt sich Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz vorerst enttäuscht.

Dass es jedoch auch anders geht, zeigt laut Greenpeace Sharp, das als einziges Unternehmen in Japan die ambitionierten Reduktionsziele der neuen japanischen Regierung unterstütze. Branchenriesen wie Google, Microsoft und IBM würden dagegen all jenen Industriezweigen nachgeben, die auch in Zukunft große Mengen an Treibhausgasen produzieren wollen, schießt die Organisation scharf.

"Wenn die größten IT-Konzerne emissionsintensiven Branchen wie der Öl- und Kohleindustrie jetzt das Feld überlassen, dann sieht die Zukunft sowohl für das globale Klima wie auch für die neuen Geschäftsbereiche der IT-Branche äußerst traurig aus", so Greenpeace-Sprecherin Sprinz pessimistisch.

Die Ergebnisse im Detail finden Sie auf der nächsten Seite.

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