IT ist nicht grün und wird es niemals sein Detail - Computerwelt

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18.02.2009 Alex Wolschann

IT ist nicht grün und wird es niemals sein

Immer wieder werden Stimmen laut, die Green IT als Hype bezeichnen. Dieses Urteil rührt daher, dass die Terminologie fehlinterpretiert werden kann.

Die Forschungsabteilung der Deutschen Bank hat sich in einer intensiven Studie dem Thema Green-IT gewidmet und hat einige erstaunliche Fakten zum Vorschein gebracht und folgende Publikation veröffentlicht:

Große IT-Messen wie die Symposium/ITxpo in Cannes, die SYSTEMS in München oder die CeBIT in Hannover hatten Green IT bereits in den vergangenen Jahren immer wieder zum Top-Thema erkoren. In diesem Jahr soll das „Green IT Village“ der CeBIT nun zur „Green IT World“ wachsen. Mit dieser Umbenennung, der weiter steigenden Ausstellungsfläche und zusätzlichen Themenveranstaltungen wollen die CeBIT-Verantwortlichen der Bedeutung des Themas besser gerecht werden. Das Thema Green IT rückt also nochmals stärker ins Rampenlicht.

Wer wollte angesichts der langfristig steigenden Energiekosten und der anhaltenden Diskussionen um den Klimawandel noch bestreiten, dass Green IT ein wichtiges Thema unserer Zeit für jeden verantwortungsbewussten IT-Entscheider sein muss? Hier sprechen die drei folgenden Beispiele allein eine eindeutige Sprache: Die Branche der Informations- und Kommunikationstechnologien ist weltweit für zwei Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Dies entspricht den Emissionen in der Luftfahrt. In britischen Haushalten hat sich der Stromverbrauch der Informations- und Kommunikations-Geräte binnen fünf Jahren mehr als verdoppelt. Bis 2020 dürften sie rund die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs eines jeden Privathaushalts ausmachen. Die Ausgaben für Energie steigen in den Rechenzentren achtmal schneller als die Ausgaben für Hardware. Sie machen damit heute bereits den Löwenanteil des IT-Budgets aus. Allerdings könnte nach optimistischen Schätzungen dieser Energieverbrauch auf etwa die Hälfte schrumpfen, wenn dem Anwender die eigene Verantwortung hinsichtlich des Energiesparens bewusster gemacht werden könnte und auch flächendeckend energieeffizientere Technologien eingesetzt würden.

Dennoch werden immer wieder Stimmen laut, die Green IT als einen Hype bezeichnen. Ein Grund für diese Bewertung liegt bei der Terminologie, die leicht fehlinterpretiert werden kann. Denn faktisch ist die IT nicht „grün“. Die Ursachen hierfür liegen nicht allein beim Energieverbrauch, der notwendigerweise mit der Nutzung der High-Tech-Geräte verbunden ist. Über den Energieverbrauch hinaus muss die Analyse auch zusätzliche Posten berücksichtigen, wie der bei der Entsorgung anfallende Elektroschrott oder die Verträglichkeit der bei der Produktion eingesetzten Materialien. So ist hinsichtlich des Postens Verträglichkeit zu beachten, dass zur Herstellung von IT-Hardware auch toxische Substanzen wie Blei, Quecksilber, Kadmium oder Brom genutzt werden. Bei unsachgemäßem Umgang können von diesen Stoffen bedeutende Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehen. Daneben ist hinsichtlich des Postens Entsorgung zu beachten, dass die IT-Branche für einen Großteil des Elektroschrotts verantwortlich zeichnet. Da aber dieser IT-Abfall wegen der Materialeigenschaften oft nur schwer wiederverwertet werden kann, belastet dies die Umwelt – umso mehr, als die bei der Produktion verwendeten toxischen Stoffe bei der Entsorgung nochmals zum Problem werden.

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