SAP: In-Memory für den Mittelstand Detail - Computerwelt

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19.02.2012 Rudolf Felser

SAP: In-Memory für den Mittelstand

Bislang war HANA nur etwas für große Unternehmen. Jetzt hat sich SAP auch seiner mittelständischen Kundenschar angenommen.

Mit HANA (High Performance Analytic Appliance) hat SAP eine vielversprechende Technologie im Angebot. So hat beispielsweise der Getränkehersteller Red Bull als eines der ersten Unternehmen das Potenzial der In-Memory-Technologie für sich erkannt und seine traditionelle Datenbankschicht unter SAP NetWeaver durch SAP HANA ersetzt. Dabei werden die Daten im schnellen Hauptspeicher spaltenorientiert vorgehalten und nicht von einer langsameren Festplatte gelesen. Die vollständige Migration der BW-Datenbank in den Arbeitsspeicher erhöhte die Geschwindigkeit von Abfragen und das Laden von Daten in SAP NetWeaver. Hunderte Milliarden Datensätze können nun in Echtzeit ausgewertet werden, was Realtime Reporting, granulare Auswertungen oder Echtzeit-Kalkulationen ermöglicht hat.

Bislang war HANA aber nur etwas für große Unternehmen – besonders was den Implementierungsaufwand und die Kosten betrifft. Das führte auch dazu, dass etwa die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) ein mittelstandsgerechtes Preismodell forderte. "Zu befürchten ist, dass ohne ein Einstiegsprodukt ähnlich dem BI-BO-Starter-Paket SAP HANA für den Großteil der Kunden nicht zu bezahlen sein wird. Und damit zu einem Nischenprodukt für Großkonzerne verkommt", schrieb etwa Marco Lenck, Mitglied im Vorstand der DSAG, dazu in einem Kommentar.

SAP hat sich das zu Herzen genommen und seine Technologie in angepasster Form nun auch für den Mittelstand, der einen Großteil ihrer Kunden darstellt, angekündigt: Das Unternehmen will Analysefunktionen powered by SAP HANA für die Software SAP Business One und SAP HANA, Edge Version, bereitstellen.

Die Analysefunktionen powered by SAP HANA für SAP Business One basieren auf einer Produktversion von SAP HANA, die speziell im Hinblick auf die Bedürfnisse von KMU entwickelt wurde. Die Lösung, die das operationale Reporting der Software SAP Crystal Reports einschließt, bietet eine einfach zu bedienende, auf SAP HANA basierende Anwendung. Sie richtet sich an Unternehmen, die SAP Business One einsetzen, und wird ausschließlich über den Channel vertrieben. SAP HANA, Edge Version, wurde eigens für den Weiterverkauf im Mittelstand zusammengestellt. Die Software richtet sich vor allem an SAP-Kunden, welche die Mittelstandslösung SAP Business All-in-One einsetzen. In Kombination mit der Business-Intelligence-Lösung SAP BusinessObjects Edge lässt sich der Nutzen weiter steigern: Kunden profitieren von einem Echtzeitblick auf relevante Daten.

Um SAP HANA schnell und zu planbaren Kosten implementieren zu können werden Rapid Deployment Solutions inklusive der Lösung SAP ERP Operational Reporting with SAP HANA angeboten. SAP Rapid Deployment Solutions beinhalten alles, war für eine Inbetriebnahme benötigt wird – von vorkonfigurierter Software bis hin zu Implementierungsservices der Partner. So sollen sich die Lösungen innerhalb von Wochen implementieren lassen. Ein weiteres Angebot ist die Software SAP CO-PA Accelerator, mit der komplexe Allokationen und Ad-hoc-Profitabilitätsabfragen schneller verarbeitet werden können. Die Software gehört zu den Nutzungsszenarien, in denen SAP HANA als dahinterliegende Datenbank für SAP-Produkte wie beispielsweise SAP ERP eingesetzt wird.

Die Preisgestaltung der HANA-Angebote für den Mittelstand soll deutlich attraktiver als bei der "Vollversion" werden, dafür müssen KMU sich mit abgespeckter Funktionalität zufriedengeben. SAP zufolge beziehen sich die Einschränkungen auf die Datenmengen und die Anzahl der maximalen User. Genaue Preisangaben gibt es noch nicht, da der Vertrieb über die SAP-Partner läuft, die ihre eigenen Angebotspakete schnüren. (rnf)

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