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24.01.2013 :: Printausgabe 01-02/2013 :: Rudolf Felser +Premium Content

SAP: Alles auf HANA

Die Suite von SAP soll auf der HANA-Datenbank laufen.

Vishal Sikka, SAP

Vishal Sikka, SAP

© SAP





Die Entwicklung der Mitte 2011 offiziell gestarteten HANA geht 2013 in eine neue Runde. Gleich zu Jahresanfang hat SAP die Verfügbarkeit der Business Suite für das In-Memory-System angekündigt. Damit wird künftig das wichtigste Softwareprodukt der Softwareschmiede auf dem eigenen Hoffnungsträger laufen. Mit dieser Ankündigung dürfte die dritte Ausbaustufe von HANA eingeläutet sein, die Vorstandssprecher Jim Hagemann Snabe im vergangenen November angekündigt hatte. Nachdem es 2011 hauptsächlich um Grundlagentechnik und die Beschleunigung des Daten-Handlings sowie im vergangenen Jahr um die Integration in bestehende Infrastrukturen gegangen sei, soll künftig das System auch als Basis für transaktionale Systeme etabliert werden.

KEIN WEG FÜHRT AN HANA VORBEI
Insgesamt bescheinigten Experten HANA für den derzeitigen Release-Status eine gute Reife. Das Problem sei jedoch, dass bis dato erst die wenigsten Kunden Nutzen daraus ziehen könnten. Das liege allerdings nicht an mangelhafter Technik, sondern vielmehr daran, dass den meisten Firmen die notwendige Manpower und das Budget fehle. Für die SAP-Verantwortlichen dürfte es daher in den kommenden Monaten vor allem darum gehen, ihre Kunden von Business-Vorteilen rund um den HANA-Einsatz zu überzeugen. Andreas Muther. Managing Director von SAP Österreich, war sich anlässlich einer Presseveranstaltung jedenfalls sicher, dass es künftig keine Kunden mehr geben wird, die nicht mit HANA anfangen. Bei Bestandskunden würde es darum gehen, wann sie den Business-Value sehen bzw. wann Investitionen in eine neue Datenbank anstehen. Ein finales Preismodell gebe es zwar noch nicht, HANA soll aber laut Muther nicht mehr als eine klassische Datenbank kosten. "Die Hardware kostet zwar etwas mehr, doch dafür braucht man auch weniger davon", so Muther.

Derzeit dürften die meisten HANA-Installationen allerdings einen eher experimentellen Charakter haben. Es gilt, HANA als belastbares Produktivsystem im Markt zu etablieren. Schließlich haben Snabe und der zweite SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott wiederholt auf ihre Zielvorgabe hingewiesen, klassische Architekturen mit herkömmlichen relationalen Datenbanken sowie Data Warehouses komplett abzulösen. Dafür muss es SAP auch gelingen, ein Ökosystem um HANA aufzubauen. Die ersten Schritte scheinen getan. Zur Sapphire zählte SAP über 150 Partner in einem speziellen HANA-Förderungsprogramm. Damit sponsert SAP die Entwicklung von Anwendungsszenarien. Außerdem arbeiteten SAP zufolge rund 20 Startups an Applikationen, die auf der Amazon-Cloud-Variante HANA One aufbauen.

Um ihr ehrgeiziges Umsatzziel zu erreichen, hat die SAP-Spitze weitere Veränderungen angekündigt. So will man sich künftig stärker im chinesischen Markt engagieren. Snabe bezifferte das Kundenpotenzial auf rund eine Million Unternehmen. Darüber hinaus sollen die Vertriebsregionen Nord- und Südamerika unter der Leitung des bisherigen Südamerika-Chefs Rodolpho Cardenuto zusammengelegt werden. Die bislang für Nordamerika zuständige Managerin Geraldine McBride, die erst 2012 zu SAP gekommen war, verlässt das Unternehmen. Außerdem soll der bislang für die DACH-Region zuständige Manager Michael Kleinemeier künftig die neu geschaffene Vertriebsregion Middle & Eastern Europe (MEE) leiten.

Und hierzulande? SAP Österreich will laut Angaben von Andreas Muther heuer noch mehr mit dem Forschungssektor, Universitäten und Fachhochschulen zusammenarbeiten. Der In-Memory-Technologie gehöre jedenfalls die Zukunft. "Ich glaube nicht, dass es in zehn Jahren noch klassische Datenbanken geben wird", ist der Managing Director der hiesigen Niederlassung überzeugt. (rnf/idg)

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