Gastkommentar: User Experience im Smart Home Gastkommentar: User Experience im Smart Home - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


05.06.2015 :: Printausgabe 10/2015 :: Markus Murtinger*

Gastkommentar: User Experience im Smart Home

Das smarte Heim soll den Bewohnern den Alltag erleichtern und diese bei täglichen Routinen unterstützen. Doch welche Faktoren sind für eine positive User Experience bei der Nutzung relevant?

Markus Murtinger ist Director Consulting, Sales & Marketing bei USECON.

Markus Murtinger ist Director Consulting, Sales & Marketing bei USECON.

© USECON

Smart-Home-Anwendungen sind aus einer User-Experience-Sichtweise sehr spannend zu betrachten und stellen Designer, Entwickler und Produktmanager vor einige Herausforderungen. Die Anwendergruppe reicht vom Kleinkind bis zu Senioren, mit jeweils sehr unterschiedlichen Zielen sowie körperlichen und kognitiven Fähigkeiten. Die smarten Lösungen stellen einen sehr hohen Eingriff in die Privatsphäre dar und machen "Verborgenes" sichtbar (Wann kam wer nach Hause? Wer lässt das Licht immer an? etc.). Diese Gründe können bereits vorab für die Entscheidung gegen eine smarte Lösung ausschlaggebend sein.

Oft werden Systeme nicht akzeptiert, da die Nutzer das Gefühl haben, das System agiert eigenmächtig bzw. außerhalb ihres Kontrollbereiches. Diese Intransparenz von Prozessen und das einhergehende nicht ausreichende mentale Modell der Anwender löst Unsicherheit und Abneigung aus. Somit müssen gerade die Bereiche des "Vertrauens und Verstehens" im Design-Prozess adressiert werden. Ein weiterer Aspekt ist "Robustheit und Performance". Benutzer befürchten oftmals, mehr Zeit in Wartung und Pflege des Systems investieren zu müssen und lassen dabei den Zeitgewinn durch eine smarte Lösung außer Acht. Weiters ist das Thema der Ausfallssicherheit ein zentrales Thema. Der dritte wesentliche Einflussfaktor betrifft das Thema "Sicherheit und Vertrauen". Die Systeme müssen den Benutzern eine hohe Personalisierbarkeit bieten, um z.B. bestimme Datenmessungen und Erhebungen zu unterbinden bzw. diese auch nach der Installation einzuschränken. Darüber hinaus muss das Erscheinungsbild der Hard- und Softwarelösungen unter Designaspekten des Vertrauens kreiert werden.

Sowohl der Kontext als auch der Anwender müssen in die Entwicklung und Evaluation der interaktiven Systeme einbezogen werden. Ein benutzerzentrierter Designansatz kann hier wesentlich zur Weiterentwicklung von smarten Lösungen beitragen.

* Markus Murtinger ist Director Consulting, Sales & Marketing bei USECON.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 4.5 von 5. 4 Stimme(n).
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Whitepaper

Kein Premium Inhalt vorhanden.

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • Bacher Systems EDV GmbH

    Bacher Systems EDV GmbH mehr
  • adesso Austria GmbH

    adesso Austria GmbH Öffentliche Verwaltung, Grundstoffindustrie, Großhandel, Finanzdienstleistungen, Fertigung, Produktion und Konstruktion, Druck- und Verlagswesen, Qualitätssicherung,... mehr
  • Fabasoft AG

    Fabasoft AG Vereine und Verbände, Öffentliche Verwaltung, Medizin und Gesundheitswesen, Luft- und Raumfahrttechnik, Freie Berufe, Finanzdienstleistungen, Qualitätssicherung,... mehr
  • selectyco Media Solutions GmbH

    selectyco Media Solutions GmbH B2C Dienste und Lösungen, B2B Dienste und Lösungen mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: