Supermarktkette Leclerc setzt auf Internet des Lichts Supermarktkette Leclerc setzt auf Internet des Lichts - Computerwelt

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09.03.2017 Jürgen Hill *

Supermarktkette Leclerc setzt auf Internet des Lichts

In einem Hypermarché in Langon will die französische Einzelhandelskette E.Leclerc zusammen mit der Vorarlberger Zumtobel Group verschiedene IoT-Licht-Anwendungen für den Einzelhandel testen. Angedacht sind Szenarien wie Indoor Navigation, Smart Parking, ein mobiles Push-Marketing sowie eine virtuelle Kundenbetreuung.

Leclerc setzt im Hypermarché in Langon auf das Internet des Lichts.

Leclerc setzt im Hypermarché in Langon auf das Internet des Lichts.

© E.Leclerc/Zumtobel

An unterschiedliche Lichtszenarien, die beim Einkaufen Obst und Gemüse oder Fleisch im wahrsten Sinne des Wortes im besten Licht erscheinen lassen, haben wir uns gewöhnt. Die französische Lebensmittelkette E.Leclerc will jetzt noch weitergehen. In einem ihrer 391 Hypermarchés in Langon (nähe Bordeaux) will die Kette die Vision des "Internet des Lichts" im Retail-Bereich realisieren. Das Pilotprojekt startet die Einzelhandelskette gemeinsam mit dem internationalen Lichtkonzern Zumtobel Group sowie anderen Partnern.

IoT-Use-Cases für den Retail
Die Unternehmen wollen in der Filiale verschiedene IoT-Use-Cases validieren. Als Einsatzbereiche sind unter anderem Indoor Navigation, Smart Parking, ein mobiles Push-Marketing sowie die virtuelle Kundenbetreuung angedacht. Ziel des Projekts ist es, den Geschäftsnutzen der Anwendungen zu überprüfen. Dazu rüsten die beiden Partner die vorhandene Beleuchtungsinfrastruktur des Supermarktes und statten die Beleuchtungskörper mit Sensoren aus. Den Verbrauchern will man über eine Kunden-App eine Vielzahl von neuen Services anbieten. Bei der Projektimplementierung werden Zumtobel und Leclerc von Partnern unterstützt, die in den Bereichen standortbezogene Dienste und Parkraum-Management tätig sind.

Die vorhandene Beleuchtungsinfrastruktur soll dazu verwendet werden, neue Anwendungen wie beispielsweise standortbezogene Dienste umzusetzen. Nach Angaben der beiden Partner sorgt das nicht nur für eine Reduzierung der erforderlichen Investitionskosten, sondern gewährleistet zudem eine schnelle Investitionsrentabilität. Die Licht-Infrastruktur stellt zudem die Grundlage für neue datenbasierte Services dar - etwa durch Technologien wie Bluetooth-Beacons, die in die Beleuchtungskörper von Zumtobel und Thorn integriert sind. Durch die integrierten Beacons kann der Kunde über die Kunden-App seinen aktuellen Standort ermitteln. Zugleich ist Leclerc in der Lage, neue Services wie zum Beispiel Push-Nachrichten in Echtzeit anzubieten: Der Kunde erhält so auf ihn zugeschnittene Angebote, die auf seinen Vorlieben oder dem aktuellen Standort des jeweiligen Kunden im Geschäft basieren. Darüber hinaus kann der Kunde mit der App verfügbare Parkplätze ausfindig machen oder nach dem Einkauf wieder zurück zu seinem Auto finden.

Kundenbindung per IoT
Im Rahmen des Pilotversuches will Alain Laffourge, Geschäftsführer von E.Leclerc Langon, den Nutzen der Use Cases validieren und quantitativ genauer bestimmen. Mit der Einführung einer vernetzten IoT-Beleuchtung verbindet Laffourge die Hoffnung, aus konventionellen Geschäften moderne und interaktive Einkaufsorte zu machen, in denen die Kunden eine neue Art des Einkaufens erleben. Und dies soll schließlich zu einer stärkeren Kundenbindung und einer höheren Zufriedenheit der Käufer und damit höheren Umsätzen führen. "Gemeinsam schaffen wir auf Basis des Internet des Lichts eine stärkere Kundenbindung und eine höhere Zufriedenheit der Käufer", beschreibt Geschäftsführer Laffourgue die Kooperation und das Projekt.

Beim Projektpartner Zumtobel ist man davon überzeugt, dass sich Licht gut als Infrastruktur für IoT-Anwendungen eignet. Zudem zeige das Pilotprojekt mit Leclerc in Langon welche umfangreichen Möglichkeiten eine vernetzte Beleuchtung eröffne. So würden die IoT-Anwendungen Einzelhändlern die Möglichkeit bieten, sich mit ihren Kunden zu "vernetzen" und gleichzeitig die Digitalisierung einen wesentlichen Schritt voranzutreiben. Dabei könne die Digitalisierung dann unterschiedliche Leistungen umfassen: etwa die Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Parkplatz oder einem bestimmten Bereich im Supermarkt, zusätzliche Produktinformationen, die Möglichkeit, auf Wunsch eine persönliche Beratung zu erhalten sowie die Anzeige von Produktempfehlungen und Sonderangeboten in Echtzeit auf dem Smartphone.


* Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie bei der Computerwoche.

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