Straßentest für fahrerloses Elektroauto in Singapur Straßentest für fahrerloses Elektroauto in Singapur - Computerwelt

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21.08.2013 pte/CB

Straßentest für fahrerloses Elektroauto in Singapur

Die Nanyang Technological University (NTU) und die JTC Corporation haben in Singapur erste Straßentests mit einem fahrerlosen Elektrofahrzeug angekündigt. Ein achtsitziger Shuttlebus soll auf einer zwei Kilometer langen Strecke zum Einsatz kommen und innerhalb eines zweijährigen Projekts so optimiert werden, dass er sich wirklich sicher in den normalen Verkehr einfügt. Die Partner wollen zudem Lade- und Stromspeichertechnologien weiterentwickeln.

In Singapur werden bald fahrerlose Shuttles auf den Straßen unterwegs sein.

In Singapur werden bald fahrerlose Shuttles auf den Straßen unterwegs sein.

© ntu.edu.sg

Damit wollen die Singapurer im Bereich moderner Verkehrskonzepte für den städtischen Raum vorne mitmischen. "Die beiden Konzepte fahrerloser Fahrzeuge und effizienter Elektromobilität stehen an vorderster Stelle in der Forschung in Sachen Personenbeförderung", sagt Subodh Mhaisalkar, Leiter des Energy Research Institute an der NTU. Denn Fahrzeuge wie der Shuttlebus sind unter anderem für die "Letzte Meile" zwischen klassischen öffentlichen Verkehrsmitteln und das eigentliche Reiseziel interessant.

Das Projekt setzt auf einen Shuttlebus vom Typ "Navia" des französischen Herstellers Induct. Dieses selbstfahrende Elektrofahrzeug, das maximal 20,1 Stundenkilometer erreicht, kommt bereits auf Universitätsgeländen, beispielsweise an der NTU und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne, zum Einsatz. In Singapur soll Navia sich nun aber wirklich unter den normalen Straßenverkehr mischen, auf einer Strecke zwischen NTU-Campus und einem JTC-Gelände. Das eben das sicher klappt, ist eines der wesentlichen Projektziele.

Daher werden die Forscher in Singapur an der nötigen intelligenten Steuersoftware für den Betrieb auf der vorgegebenen Strecke arbeiten. Zudem will das Team aber auch daran arbeiten, die Fahrzeugakkus zuverlässiger zu machen und die Ladezeiten zu kürzen. Darüber hinaus ist geplant, neue Ladetechnologien, beispielsweise auf Basis magnetischer Induktion, sowie Superkondensatoren als neue Speichertechnologie zu entwickeln und zu testen. Mhaisalkar gibt sich zuversichtlich, dass das Projekt Durchbrüche in diesen Bereichen ermöglichen wird.

Mit dem Projekt positioniert sich Singapur als ein Vorreiter in Sachen selbstfahrender Elektrofahrzeuge im Straßeneinsatz - ein aufblühendes Geschäftsfeld. Erst im Mai hatte Elektroauto-Hersteller Tesla Interesse an einer Kooperation mit Google bekundet, um fahrerlose Elektroautos voranzutreiben. Immerhin hat Google schon ausgiebig Erfahrung mit selbstfahrenden Autos gesammelt, in drei US-Staaten gibt es bereits eine Straßenzulassung.

Freilich scheint das Hauptaugenmerk dabei etwas anders gelagert als beim neuen Projekt in Singapur. Letztlich hat Google bisher mit selbstfahrenden PKW experimentiert und auch Tesla ist als Autobauer eher am Individualverkehr interessiert. Ein Shuttlebus wie Navia dagegen könnte eine interessante Ergänzung des öffentlichen Verkehrssystems darstellen - insbesondere als Zubringer, der Heim- und Bürogebäude an wichtige Schnellverbindungen anknüpft.

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