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21.08.2017 Horst Droege, Chief Product Architect bei Matrix42

UEM + ITSM = der Heilige Gral des IT-Managements?

Erst gab es das Client Lifecycle Management (CLM), später das Mobile Device Management (MDM) und das Enterprise Mobility Management (EMM). Die Zukunft aber, so Gartner, gehört dem Unified Endpoint Management (UEM), das beide zu einem einzigen System verbindet.

Seit über 20 Jahren haben CLM-Lösungen mit zunehmender Funktionsfülle die Lebenszyklen nicht-mobiler Clients verwaltet, darunter Aufgaben wie das Aufsetzen und Patchen von Windows-Desktops, die Installation neuer Betriebssysteme, Backup und Recovery von Benutzereinstellungen und das Management des PC-Lebenszyklus von der Bestellung bis zur Dekommissionierung. Die Explosion der Beliebtheit von Smartphones und Tablets während des letzten Jahrzehnts diente als Katalysator für die Einführung von MDM- und EMM-Lösungen. Von Anfang an koexistierten die Client- und Mobile-Managementwelten: Keine der beiden Lösungen war in der Lage, die Funktionalität der jeweils anderen zu ersetzen. Der Grund? Die Lösungsanbieter haben immer das Gerät als Ausgangspunkt genommen, nicht den Endanwender.

Angesichts einer neuen Generation von Mitarbeitern, die erwarten, nach Belieben mit mehreren Geräten produktiv arbeiten zu können, sehen sich IT-Abteilungen mit einem Problem konfrontiert: Sie nutzen zwei Systeme, um eine noch größere Zahl von Geräten zu managen, was zusätzliche Kosten, Aufgabendopplungen und eine zunehmende Arbeitslast im Gerätemanagement verursacht. Und dann gibt es auch noch neue Geräte, die ihnen einen Strich durch die Rechnung machen: 2-in-1- oder Hybridgeräte mit Windows 10. Wie verwaltet man diese Geräte? Mit der Client Management Lösung oder der Mobile Device/Enterprise Mobility Lösung? Zum Glück gibt es jetzt einen dritten Weg: nämlich jenen Ansatz, den Gartner als Unified Endpoint Management oder UEM definiert. 

Den Endanwender an die erste Stelle setzen
Das Erfolgsgeheimnis einer guten UEM-Lösung ist es, vor allem dem Anwender das Leben zu erleichtern - sei es der Endanwender in einer Fachabteilung oder der IT-Administrator. Möglich wird dies dadurch, dass jedes Endgerät auf genau die gleiche Weise verwaltet wird, mit nur einem einzigen, stets gleichen Interface. Dies senkt automatisch die Kosten, während es zugleich die Administration vereinfacht und beschleunigt. Des Weiteren sollten UEM-Lösungen nicht nur aus der funktionalen Perspektive benutzerzentrisch sein - sie sollten auch auf der Basis „ein Nutzer, eine Lizenz” verrechnet werden.

Integration ist ein Muss
Damit UEM sein Potenzial voll ausspielen kann, muss jedes Endgerät unabhängig vom Formfaktor in die relevanten IT-Geschäftsprozesse integriert sein und in einer einzigen Asset-Managementumgebung verwaltet werden. Darüber hinaus muss jedes Endgerät aus Finanz- und Compliance-Perspektive mit den zugehörigen Verträgen und Lizenzen verknüpft sein. Dies lässt sich erreichen, indem man UEM in einen umfassenden Servicekatalog integriert, der den gesamten Prozess der Servicebereitstellung auf der Basis von Genehmigungsprozessen automatisiert, von der Bestellung über die Provisionierung bis hin zur Dekommissionierung. Ist dieses Integrationsniveau einmal erreicht, lassen sich umfassende Transparenz und Reporting endlich über alle Endgeräte und Services hinweg in einer kohärenten, leicht verständlichen Art und Weise umsetzen.

Horst Droege, Chief Product Architect bei Matrix42

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