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05.07.2017 Gerald Rubant*

Einheitliche Standards für Software-Defined Networking sind Pflicht

Immer mehr Unternehmen setzen auf Software-Defined Networking (SDN). Die SDN-Architekturen verschiedener Netzwerk-Service-Provider können aber nur zusammenarbeiten, wenn es gemeinsame Standards gibt. Diese sollen bis Ende des Jahres entstehen.

Mit Software-Defined Networking (SDN) ist es bislang wie mit Staubsaugerbeuteln. Jeder Hersteller setzt auf ein anderes System.

Mit Software-Defined Networking (SDN) ist es bislang wie mit Staubsaugerbeuteln. Jeder Hersteller setzt auf ein anderes System.

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Mit Software-Defined Networking (SDN) ist es bislang wie mit Staubsaugerbeuteln. Jeder Hersteller setzt auf ein anderes System. Die Folge: Nicht jeder Beutel passt in alle Sauger; nicht jedes Datenpaket passt - metaphorisch gesprochen - problemlos in alle Netzwerke. Klassischerweise nutzt jeder Service Provider verschiedene Systeme und Schnittstellen, um unterschiedliche Aspekte seines Netzwerks zu verwalten. Das führt zu Reibungsverlusten und Ineffizienz bei der Bereitstellung von Ende-zu-Ende-Services. Die Branche braucht deshalb standardisierte Schnittstellen zur Anwendungsprogrammierung (Application Programming Interface, kurz API), die es ermöglichen, dass SDN-Architekturen verschiedener Netzwerk-Service-Provider zusammenarbeiten können.

SDN-Architekturen verbinden
Es gibt verschiedene Organisationen, die dieses Ziel vorantreiben und in denen unterschiedliche Hersteller Mitglieder sind, zum Beispiel das Metro Ethernet Forum (MEF) und das TM Forum. Zusammen mit Service Providern wie AT&T, Orange oder Colt Technology Services arbeiten diese Organisationen schon länger an gemeinsamen Standards für die Branche. Jetzt geht es um die Optimierung von SDN.

Die Entwicklung von standardisierten APIs soll es ermöglichen, dass SDN-Architekturen verschiedener Netzwerk-Service-Provider zusammenarbeiten können. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Einführung abgestimmter On-Demand Services über automatisierte und verbundene Netzwerke. Je mehr Unternehmen einen Standard nutzen, desto stärker und nützlicher wird er für alle. Es entsteht ein Momentum, das dazu führt, dass immer mehr Marktteilnehmer einen Vorteil darin sehen, dabei zu sein, da sie ansonsten befürchten müssen, hinter den Wettbewerb zurückzufallen.

Es ist geplant, acht API-Definitionen zu standardisieren. Sie sollen auf den branchenweit abgestimmten Open APIs basieren, die von den Mitgliedern des TM Forum entwickelt wurden. Die ersten drei der unten aufgeführten APIs werden in der ersten Phase des Projektes in diesem Jahr definiert:
1. Adress-Validierung
2. Service-Verfügbarkeit
3. Bestellung
4. Quotierung
5. Abrechnung
6. Performance
7. Tests
8. Ticketing

Diese APIs werden dazu beitragen, die Schwierigkeiten fragmentierter Netzwerke zu reduzieren. Dadurch können Unternehmen skalierbare, flexible On-Demand Netzwerkservices über Software-Plattformen wie ECOMP provisionieren. ECOMP ist ein Open-Source-Projekt der Linux Foundation. Die verbundenen Netzwerke werden Kosten sparen und agiler sein, sodass Unternehmen ihren Betrieb effizienter gestalten können. Durch den Zusammenschluss gleichgesinnter Unternehmen wird die Branche weltweit eine neue Ära für SDN-basiertes Ethernet einläuten.

Unternehmen, die an der Initiative mitwirken möchten, finden weitere Informationen auf der Website des MEF.

*Gerald Rubant ist Experte für Daten-, Video- und Internetdienste. Als Sales Director New Business bei Colt Technologies GmbH hat er unter anderem die Verantwortung für die strategische Positionierung der Colt-Enterprise-Services in Deutschland.

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