KMU-Rechenzentren: Österreich rechnet am Boden Detail - Computerwelt

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04.11.2010 Edmund E. Lindau

KMU-Rechenzentren: Österreich rechnet am Boden

IBM hat sich die Serverräume österreichischer KMU genauer angeschaut. Das Fazit der Analyse: Es gibt viel Potenzial für eine bessere Performance und mehr Energieeffizienz.

Spricht man heutzutage von einem Rechenzentrum, so denkt man eigentlich an ein hunderte Quadratmeter großes Data Center, das entweder vom Unternehmen selbst oder von einem IT-Outsourcing-Partner betrieben wird. Dass die Realität bei österreichischen Klein- und Mittelbetrieben (KMU) anders aussieht, wird dabei leicht vergessen. Die IT heimischer KMU wird nicht in hypermodernen Rechenzentren betrieben, vielmehr handelt es sich um einzelne Serverräume, nicht selten sogar um ein winziges »Server-Kammerl«. Und dennoch: Selbst das kleinste Server-Kammerl ist als Rechenzentrum anzusehen, das für eine reibungslose IT und damit für den Unternehmenserfolg von großer Bedeutung ist.

Das durchschnittliche »Rechenzentrum« eines österreichischen Klein- bzw. Mittelbetriebs ist etwa 25 m² groß, hat sechs Racks und eine Anschlussleistung von rund 20 kW. In vielen Fällen handelt es sich somit eigentlich um ein Server-Kammerl. Gekühlt wird mit einem bunten Mix aus Humanklimageräten, Klimaschränken und Raumkühlung.

Martin Chaloupek, Leiter Data Center Site & Facilities Österreich: »Auf der einen Seite realisiert IBM moderne Rechenzentren, auf der anderen Seite wollen wir unsere Kunden aber auch dabei unterstützen, die Sicherheit, Verfügbarkeit und Energie- und Kosteneffizienz bestehender Data Center zu verbessern.«

Zweifelsohne läge die Zukunft der IT in der Cloud, aber gerechnet werde immer noch am Boden, so Chaloupek. Und somit sollte das Augenmerk nicht nur auf Server und Software, sondern gleichermaßen auf die komplette Infrastruktur dahinter gelegt werden.

Für Rechenzentrum-Verantwortliche gibt es in diesem Zusammenhang große Herausforderungen: Das beginnt bei der Frage, ob überhaupt ausreichend Stromkapazitäten für alle Verbraucher am Standort vorhanden sind.

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