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17.04.2009 Rudolf Felser

Spatenstich für das neue Wiener Rechenzentrum von Siemens

Im Zuge des Baus der Siemens City Vienna erfolgte heute in der Wiener Siemensstraße die Grundsteinlegung des neuen Siemens-Rechenzentrums.

Im Zuge des Baus der Siemens City Vienna erfolgte heute in der Wiener Siemensstraße die Grundsteinlegung des neuen Siemens-Rechenzentrums. Mit einer Investitionssumme von rund 15 Mio. Euro will Siemens IT Solutions and Services nach der Fertigstellung Mitte 2010 dort eines der modernsten Rechenzentren weltweit für rund 230 Kunden betreiben. Der bereits in Neutal/Burgenland und Wien bestehende Siemens-Data Center-Cluster wird damit auf über 4.000 Quadratmeter erweitert.

Das neue Rechenzentrum ist dem Unternehmen zufolge eines von fünf globalen Rechenzentren von Siemens, in dem die IT internationaler Kunden betrieben wird. Weitere Standorte sind München/Fürth, Peking, Chicago und Madrid. Über 70 Prozent der Kapazität der Rechenzentren werden an Kunden außerhalb des Unternehmens vergeben. Derzeit betreut Siemens von Wien aus schon internationale Kunden wie Coca-Cola. Wien ist die Osteuropa-Drehscheibe des Konzerns.

"Die Errichtung des neuen Rechenzentrums ist ein klares Statement zum Fortbestand und weiteren Ausbau des IT-Bereichs bei Siemens. Die Möglichkeit des IT-Outsourcings trägt dazu bei, Wien als starken Wirtschaftsstandort zu bestätigen und Österreich für internationale Partner attraktiv zu machen", erklärt Brigitte Ederer, Vorstandsvorsitzende der Siemens AG Österreich.

Bei Siemens Österreich und CEE sind derzeit 1.455 Mitarbeiter im Bereich Global Operations, der unter anderem die Betreuung von Rechenzentren umfasst, beschäftigt. "Auch in den CEE-Ländern ist durch die wachsende Komplexität der IT-Systeme eine zunehmende Nachfrage der Auslagerung von IT-Prozessen feststellbar und lässt zukünftig einiges für diesen Bereich erwarten", so Albert Felbauer, Bereichsleiter Siemens IT Solutions and Services. Siemens betreibt in seinen Rechenzentren in Österreich zahlreiche IT-Projekte. So laufen alle notwendigen Programme der mobilen Parkscheinlösung "m-parking" zentral auf einem Server im Siemens-Rechenzentrum in Wien. Der zentrale Server des digitalen Urkundenarchivs "Archivium" für Rechtsanwälte wird ebenfalls im Rechenzentrum von Siemens Österreich betrieben.

Zusätzlich zur Erweiterung des bestehenden Data Center-Clusters am Standort der Siemens City Wien soll auch das bereits bestehende Rechenzentrum am Standort Wien modernisiert werden. Energieoptimierte Gebäude- sowie Klimatechnik tragen dafür Sorge, dass die Temperatur- und Luftfeuchtigkeit im Rechenzentrum im Idealbereich angesiedelt ist. Mehrere Brandabschnitte mit hochsensibler Rauch- und Branddetektion und automatischer Mehrbereichslöschanlage schützen vor Brandgefahren.

Die Systeme und Abläufe im Rechenzentrum sind meist sehr komplex. Zum Entflechten dieser komplizierten Abläufe kommt das Business Service Management zum Einsatz: damit werden von der Gebäudeleittechnik über die Netzwerke und IT-Infrastrukturkomponenten, die zentralen und dezentralen IT-Systeme und Applikationen von einer zentralen Stelle überwacht. Bei Ausfall eines Prozesses werden die verantwortlichen Personen über die betroffenen Systeme, die möglichen Ausfallursachen und betroffene Geschäftsprozesse informiert, um schnell und adäquat reagieren zu können.

Damit es bei Stromausfällen zu keiner Service-Unterbrechung kommt, sorgen zwei gegenseitig ausfallssichere Energieversorungssysteme sowie eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und Diesel-Notstromgeneratoren für die notwendige Stromzufuhr. Die gesamte technische Gebäudeausstattung des Rechenzentrums ist ohne Betriebsunterbrechung wartbar. Moderne Sicherheitssysteme wie berührungslose Ausweiskontrolle, biometrische Zugangkontrolle und –dokumentation und raum-spezifische Zutrittsberechtigung sichern das Rechenzentrum ab.

Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer meinte beim Spatenstich, dass diese Investition ein "Zeichen des Optimismus" angesichts der Wirtschaftskrise sei. Bürgermeister Michael Häupl lobte Siemens als "industrielles Flaggschiff der Stadt" und stellte klar: "Wir stehen nicht in Konkurrenz zu St. Pölten, sondern zu Berlin, Mailand oder London." Infrastrukturministerin Doris Bures sieht das Rechenzentrum als weiteren Schritt Österreichs hin zu dem Ziel, unter den Top 3 der innovativsten Länder der EU zu kommen. (rnf/apa)

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