Österreicher halten Internet für unsicher Österreicher halten Internet für unsicher - Computerwelt

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19.03.2014 Rudolf Felser

Österreicher halten Internet für unsicher

MindTake Research beleuchtete im Februar in einer Umfrage unter 500 Internet-Usern das digitale Sicherheitsgefühl der Österreicher. Die Ergebnisse zeigen, dass etwa zwei Drittel der Befragten das Internet im Hinblick auf die Sicherheit der Daten bzw. den Schutz der Privatsphäre als eher unsicher beurteilen. Vor allem beim Besuch von sozialen Netzwerken herrscht Unsicherheit. 81 Prozent vertrauen aber in ihre eigene Fähigkeit, mögliche Probleme und Risiken im Internet zu erkennen.

MindTake Research beleuchtete das digitale Sicherheitsgefühl der Österreicher.

MindTake Research beleuchtete das digitale Sicherheitsgefühl der Österreicher.

© MindTake Research

Die zentralen Fragestellungen der Untersuchung waren, welche Vorteile und Gefahren die Nutzer mit dem Internet verbinden, wie sicher sie sich im Umgang mit dem Netz fühlen, welche Erfahrungen sie gemacht haben und wie sie versuchen, sich vor möglichen Risiken zu schützen. Etwa zwei Drittel der Befragten beurteilen das Internet im Hinblick auf die Sicherheit der Daten bzw. den Schutz der Privatsphäre als eher unsicher. 44 Prozent der Österreicher empfinden Phishing, also den Versuch, Internetnutzern Geheimdaten zu entlocken, als derzeit größtes Problem bezüglich der Sicherheit im Internet, gefolgt von Viren (43 Prozent) und der Überwachung durch große Unternehmen wie Google (27 Prozent). Personalisierter Werbung (7 Prozent) und Cyber-Stalking (7 Prozent) werden als geringste Gefahrenquellen wahrgenommen.

SKEPSIS GEGENÜBER SOCIAL MEDIA
Wirft man einen Blick in die Zukunft, so zeigt sich ein interessantes Ergebnis: Die Österreicher gehen in einem Jahr von einer deutlichen Zunahme der staatlichen Überwachung aus (von 14 Prozent auf 33 Prozent). Diese wird zunehmend als Bedrohung empfunden und stellt laut den Befragten ein immer größer werdendes Problem bezüglich der digitalen Sicherheit dar. Auch das Misstrauen gegenüber Überwachungsmaßnahmen von großen Unternehmen wächst (von 27 Prozent auf 31 Prozent). Welche Gefahrenquellen als besonders bedrohlich wahrgenommen werden, hängt vor allem vom Alter ab:  Während unter 39-Jährige eher Angst vor Überwachungsmaßnahmen von Staaten oder Konzernen haben, sind über 39-Jährige vor allem wegen Phishing-Attacken besorgt.

Das Lesen von aktuellen Nachrichten (92 Prozent), das Lesen bzw. Versenden von E-Mails (89 Prozent) oder das Suchen von Angeboten (89 Prozent) stellen Tätigkeiten im Internet dar, bei denen sich die Befragten sehr sicher fühlen. Misstrauen wird hingegen gegenüber sozialen Netzwerken geäußert. 39 Prozent fühlen sich beim Besuch von Facebook, Twitter und Co. unsicher. Jedoch schwindet die Skepsis, je häufiger Social Media Plattformen genutzt werden. Die Studie zeigt, dass das Alter im Bezug auf das Sicherheitsgefühl ebenfalls eine Rolle spielt: Vor allem Jüngere bringen sozialen Netzwerken größeres Vertrauen entgegen und veröffentlichen vermehrt persönliche Informationen wie Fotos, den echten Namen oder das Alter.

Um sich gegen die Gefahren des World Wide Web zu wappnen, haben 94 Prozent der Befragten ein Virenschutzprogramm installiert. 87 Prozent nutzen eine Firewall und 85 Prozent geben an, keine E-Mails mit unbekanntem Absender zu öffnen. 82 Prozent verwenden möglichst sichere Passwörter, aber nur jeder Zweite ändert diese auch regelmäßig.

Trotz Sicherheitsvorkehrungen und dem Vertrauen in die eigene Kompetenz bei der Internetnutzung waren bereits 61 Prozent der Österreicher schon einmal von Viren betroffen und 19 Prozent von Phishing-E-Mails. 15 Prozent haben sogar schon Erfahrungen mit Internetbetrug gemacht.

Erst gestern veröffentlichte die Österreichische Computer Gesellschaft OCG eine Studie, welche die Selbsteinschätzung den tatsächlichen Computerkenntnissen der Österreicher gegenüberstellt. Es zeigten sich dabei große  Abweichungen zwischen der Selbsteinschätzung der Teilnehmer und ihren während der Studie festgestellten Testergebnissen bei verschiedenen Fragen. Gerade im Securitybereich waren die Abweichungen zwischen Selbstbild und objektiver Wahrnehmung jedoch am geringsten. (pi/rnf)

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