Gastkommentar: Adware besser direkt vermeiden Gastkommentar: Adware besser direkt vermeiden - Computerwelt

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01.09.2014 Tony Anscombe*

Gastkommentar: Adware besser direkt vermeiden

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie surfen wie gewohnt im Internet, doch die Homepage Ihres Browsers ist plötzlich auf eine andere Seite eingestellt. Und diese Toolbar war gestern doch auch noch nicht da. Ein kurzer Blick auf den Desktop zeigt Programme an, an deren Installation Sie sich beim besten Willen nicht erinnern können. Klingt gruselig? Ist es auch. Schuld für die Änderungen an den Systemeinstellungen ist meist sogenannte Adware.

Tony Anscombe ist Senior Security Evangelist bei AVG Technologies.

Tony Anscombe ist Senior Security Evangelist bei AVG Technologies.

© AVG Technologies

Über Adware werden Computer heute mit am häufigsten infiziert. Der Begriff bezeichnet Software, die dem Nutzer zusätzlich zur eigentlichen Funktion, Werbung und Links zu anderen Webseiten anzeigt - meist in Form von Popup-Fenstern. Dabei geschieht das Einnisten häufig im Hintergrund und ohne dass der Anwender überhaupt etwas davon mitbekommt. Allerdings beansprucht Adware oftmals die Ressourcen des PCs, sodass die Rechnerleistung stark nachlässt. Zusätzlich verändert es die Startseite des Browsers oder installiert ungewollte Toolbars oder sonstige Software. Einige Werbeprogramme überwachen zudem die Surfgewohnheiten und nutzen diese Informationen, um gezieltere Werbeinhalte anzuzeigen.

WOHER KOMMT ADWARE?
Ein Beispiel: Einige Popup-Fenster bieten kostenlose Geschenke an oder behaupten, dass eine bestimmte Software heruntergeladen werden muss, um die geforderte Webseite anzeigen zu können. Oftmals lässt sich in dem Fenster dann eine "Ja-" oder "Nein-" Auswahl treffen. Tatsächlich wird jedoch ein Adware-Programm auf den Computer geladen, sobald Sie im Fenster eine Auswahl treffen. Deshalb: Klicken Sie nichts an, schließen Sie das Fenster direkt!

Leider ist das Internet voll von Programmen, die versuchen, sich in Rechnern einzunisten und für die Entwickler möglichst großen Profit zu generieren. Oftmals werden diese gemeinsam mit anderer, meist kostenloser Software installiert, die Nutzer aus dem Internet herunterladen. In vielen Fällen weisen die Lizenzbedingungen sicher auch auf diesen Umstand hin. Doch wer liest das Kleingedruckte schon komplett durch?

Grundsätzlich ist Adware erst einmal relativ ungefährlich. Vielen Nutzern macht es nichts aus, im Gegenzug für kostenlose Software durch Werbung, eine langsamere PC-Leistung oder überwachte Surfgewohnheiten eingeschränkt zu werden. Andere hingegen sehen dieses Verhalten als eine Verletzung ihrer Privatsphäre an.

Wie Sie unerwünschte Adware vermeiden können:

  • Laden Sie Software nur von bekannten und vertrauenswürdigen Webseiten herunter.
  • Lesen Sie die Lizenzvereinbarungen. Allzu "klickfreudiges" Verhalten, indem Sie einfach nur auf "weiter" klicken ohne das Kleingedruckte zur Kenntnis zu nehmen, führt schnell zu unerwünschten Programmen auf dem Rechner.
  • Vorsicht vor anklickbaren Werbeanzeigen. Programme, die solche Werbung anzeigen, sind häufig Anzeichen für Adware. Klicken Sie auf das Fenster, zeichnet dies höchstwahrscheinlich jemand auf.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Browser regelmäßige Security Updates anbietet und durchführt.
  • Plugins können weiterhelfen: Ad Block Plus zum Beispiel blockiert Werbung und Banner auf Webseiten und beschleunigt Ihren Browser. Achten Sie zudem auf eine sichere Internetverbindung über https.
  • Antiviren-Lösungen oder Produkte zum Schutz der Privatsphäre wie AVG PrivacyFix helfen zusätzlich, Banner, Werbung und ungewollte Einblicke Dritter zu verhindern.


*Tony Anscombe ist Senior Security Evangelist bei AVG Technology.

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