Die skurrilsten Datenverluste des Jahres 2014 Die skurrilsten Datenverluste des Jahres 2014 - Computerwelt

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20.11.2014 pi/Rudolf Felser

Die skurrilsten Datenverluste des Jahres 2014

Alle Jahre wieder: Zum zwölften Mal in Folge, immer gegen Ende des Jahres, präsentieren die Datenretter von Kroll Ontrack ihre Top 10 der skurrilsten Datenverluste. Die Fälle stammen aus den weltweiten Laboren des Unternehmens. Diesmal unter anderem mit von der Partie: USB-Sticks als Hundefutter, ein vielteiliges Puzzle (hergestellt aus einem Tablet) und das klassische Handy in der Toilette.

Hoppala. Jetzt ist schon wieder was passiert.

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© amridesign - Fotolia.com

Platz 10: Feuer und Daten gelöscht (Deutschland)
Bei einem Brand rechnet man nicht unbedingt mit einem Datenverlust durch Wasser. Doch einem Feuerwehrmann ist genau das passiert, als er sein Nokia Lumia 610 Smartphone bei einem Einsatz dabei hatte. Durch das Löschwasser wurde das Gerät so stark beschädigt, dass alle Daten, inklusive der Fotos von Freunden und Familie, verloren waren. Doch die Datenrettungs-Experten von Kroll Ontrack konnten alle Fotos erfolgreich wiederherstellen – ganze 732 an der Zahl.
 
Platz 9: Nicht nur Nerven können zusammenbrechen (USA)
Eine US-amerikanische Firma wollte ihre IT-Infrastruktur erneuern und bekam daher ein komplett neues Storage Array, das bereits auf seinen Einsatz im Serverraum wartete. Doch einen Tag vor Anschluss des neuen Arrays brach das alte zusammen – der Zugriff auf kritische Unternehmensdaten war auf einen Schlag verloren. Doch zum Glück behielt der IT-Admin einen kühlen Kopf und verständigte die Spezialisten von Kroll Ontrack. So nahm doch alles noch ein gutes Ende.
 
Platz 8: Fährunglückt (Norwegen)
Auch Wikinger können Opfer eines Datenverlusts werden – oder zumindest ihre Nachfahren. So meldete sich ein Norweger nach einem Fährunglück bei Kroll Ontrack, weil sein Fotoapparat über eine Stunde im eiskalten Wasser des Atlantiks lag. Dass das der Speicherkarte nicht unbedingt gut tat, zeigte sich schnell – starke Korrosion und ein totaler Datenverlust waren die Folge. Dank ihrer langjährigen Erfahrung konnten die Datenrettungs-Spezialisten dennoch tatsächlich alle Fotos wiederherstellen.
 
Platz 7: Hundefutter (USA)
Hunde kauen gerne auf den unterschiedlichsten Dingen herum. Dumm nur, wenn es sich dabei um einen USB-Stick mit wichtigen Daten handelt. Aber auch die tiefsten Bissspuren stellten für die Experten von Kroll Ontrack kein Hindernis da. Alle Daten konnten vollständig gerettet werden.
 
Platz 6: Puzzlespiel (USA)
Manchmal erfahren die Datenrettungs-Spezialisten in den Laboren von Kroll Ontrack nicht, was hinter einem Datenverlust steckt. So auch in diesem Fall: Ein Microsoft Surface Tablet traf im Labor ein, komplett in kleine Stücke zerschmettert. Dennoch konnten die Experten 100 Prozent der Daten wiederherstellen.
 
Platz 5: Weggespült (Bosnien-Herzegowina)
Hochwasser und Springfluten sind eine der unberechenbarsten Naturgewalten. Diese Erfahrung musste ein Unternehmen aus dem Balkanstaat machen, als eine Springflut den RAID-Server aus dem Gebäude spülte. Erst nach zwei Wochen wurde das Gerät wieder gefunden – unter Wasser und 100 Meter vom ursprünglichen Standort entfernt. Doch Kroll Ontrack konnte die Daten vollständig retten.
 
Platz 4: Daten im Kreuzfeuer (USA)
Wenn Daten vorsätzlich verloren gehen, steckt dahinter meist Vorsatz. So verschafften sich dieses Jahr Hacker zum Netzwerk eines Hotels Zugang und löschten auf 35 LUNs (virtuellen Festplatten) nicht nur alle aktiven Daten sondern auch die Backups. Dank eines Teams aus hochqualifizierten Datenrettungs-Ingenieuren, das sowohl vor Ort als auch per Remote-Verbindung an dem Fall arbeitete, konnte Kroll Ontrack alle Daten wiederherstellen.
 
Platz 3: Datenverlust kann jeden treffen (USA)
Auch Mitarbeiter von Kroll Ontrack sind vor Datenverlust nicht gefeit. So fiel einer Mitarbeitern während einer Toilettenpause ihr iPhone in die selbige. Da der Konzern aus Cupertino bislang allerdings noch keine wasserfesten Geräte herstellt, machte sie sich direkt auf den Weg ins Datenrettungslabor. Glücklicherweise konnten alle Daten auf dem iPhone – Fotos, Kontakte und sogar Nachrichten – gerettet werden.
 
Platz 2: Daten weg dank Wasserfall (Island)
Bei Fotoaufnahmen in der freien Natur sollte man immer mit allem rechnen. Das erfuhr eine junge Frau am eigenen Leib, als sie mit ihrem Smartphone Fotos von einem wundervollen Wasserfall machte. Durch eine plötzliche Windböe wurde sie von oben bis unten von Gischt getroffen – leider auch ihr Smartphone. Das Gerät war durch den Wasserschaden unbrauchbar und der Zugriff auf die Daten und damit auf alle Fotos verloren. Aber die Spezialisten von Kroll Ontrack konnten nicht nur eine vollständige Datenwiederherstellung durchführen, sie brachten sogar das Telefon wieder zum Laufen.
 
Platz 1: Meinungsverschiedenheit (Polen)
Auch Computer sind nur Menschen – und teilen nicht immer unbedingt unsere Meinung. „Mein Laptop wollte nicht so wie ich wollte. Wir hatten also sozusagen eine kleine Meinungsverschiedenheit. Da habe ich die Beherrschung verloren und einfach auf den Tisch gehauen. Leider war zwischen Hand und Tisch noch der Laptop“, erläuterte der Kunde seinen Datenverlust. Dummerweise hatte er das Gerät genau an der Stelle getroffen, an der sich die Festplatte befand. Dies führte zu einem kapitalen Headcrash. Dennoch konnten die Datenrettungs-Experten noch 50 Prozent der Daten wiederherstellen.
 
Die Top 3 der Fälle hat Kroll Ontrack in diesem Jahr sogar mit einem kleinen Video illustriert (siehe unten). (pi)


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