US-Journalisten fühlen sich von Agenten verfolgt US-Journalisten fühlen sich von Agenten verfolgt - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


08.02.2015 pte

US-Journalisten fühlen sich von Agenten verfolgt

Rund zwei Drittel der investigativen Journalisten in den USA befürchten, dass die Regierung ihre Daten sammelt und telefonische Gespräche sowie elektronische Kommunikation gezielt abhört. Das hat das Pew Research Center bei einer Erhebung unter Mitgliedern der Non-Profit-Organisation Investigative Reporters & Editors festgestellt.

© lassedesignen - Fotolia.com

"Ich glaube, dass das alle Journalisten betrifft und nicht nur zwei Drittel - Journalisten sind da mindestens genauso im Visier der Geheimdienste, wie alle anderen auch", ist sich Hendrik Zörner, Pressesprecher des Deutschen Journalisten-Verbandes, im Gespräch mit dem nachrichtenportal pressetext sicher. "Wir erleben seit ein drei Viertel Jahren eine Vielzahl von Enthüllungen, basierend auf jenen von Edward Snowden, die zeigen, wie viele Leute eigentlich von Geheimdiensten wie der NSA abgehört werden", so Zörner weiter.

Acht von zehn Journalisten glauben, dass sie mehr als die Allgemeinbevölkerung gefährdet sind, der staatlichen Spionage zu unterliegen. Jedoch lassen sich die Redakteure dadurch wenig in ihrer Arbeit beeinflussen: Nur 14 Prozent haben verlautbart, in den vergangenen zwölf Monaten wegen solcher Befürchtungen eine Geschichte aufgegeben zu haben.

Knapp die Hälfte der Befragten hat die Art und Weise verändert, wie sensible Informationen gespeichert oder verteilt werden, 29 Prozent haben auch die Kommunikationsprozesse mit ihren Kontakten verändert. Fast drei Viertel der US-Journalisten vertrauen dabei kaum auf den Schutz durch die Internetdienstanbieter.

"Endlich ist die Sensibilität bei Journalisten angekommen, dass sie ihre Kommunikation und Rechercheschritte so gut es irgend geht, geheimhalten", begrüßt Zörner die Entwicklung. Und rät: "Am besten ist es, die elektronische Kommunikation mit technischen Mitteln zu verschlüsseln und sich nur an sicheren Orten mit Informanten zu treffen."

Auch deutsche investigative Journalisten haben mit Schwierigkeiten zu kämpfen, wie Zörner berichtet: "Wir haben einen U-Ausschuss, der die Machenschaften der NSA aufdecken soll. Für Journalisten ist es aber sehr schwierig, Informationen darüber von der Regierung zu bekommen." (pte)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • Anexia

    Anexia Application Service Providing, Auftragsentwicklung für Software, Individual-Softwareentwicklung, RZ-Dienstleistungen, Übernahme von Softwareprojekten, User Helpdesk-Systeme und Hotlines mehr
  • MIC – managing international customs & trade compliance

    MIC – managing international customs & trade compliance Supply Chain Management, Kaufmännische Software (ERP), Expertensysteme, E-Procurement und Supply Chain Management, B2B Dienste und Lösungen mehr
  • Matrix42 AG

    Matrix42 AG Mobile Lösungen und Applikationen, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Security Audits, Übernahme von Softwareprojekten, Programmierung, IT-Asset- und Lizenzmanagement, IKT-Consulting,... mehr
  • abaton EDV-Dienstleistungs GmbH

    abaton EDV-Dienstleistungs GmbH VPN, Überwachungssysteme, SPAM-Filter, Notfalls-Rechenzentren, Firewalls, Datensicherung, Backup und Recovery Systeme,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: