Österreichische Hacker unter den besten der Welt Österreichische Hacker unter den besten der Welt - Computerwelt

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13.04.2015 pi/Rudolf Felser

Österreichische Hacker unter den besten der Welt

"We_0Wn_Y0u", das Hacker-Team der TU Wien, hat beim internationalen iCTF Hacker-Wettbewerb der Universität Santa Barbara den dritten Platz erreicht. Insgesamt ritterten 88 Teilnehmer aus der ganzen Welt um den Sieg. Die TU Wien gehört beim iCTF-Contest schon beinahe traditionell zum Favoritenkreis.

Beim internationalen iCTF Hacker-Wettbewerb der Universität Santa Barbara erreichte das Team der TU Wien den dritten Platz.

Beim internationalen iCTF Hacker-Wettbewerb der Universität Santa Barbara erreichte das Team der TU Wien den dritten Platz.

© TU Wien

88 Hacker-Teams trafen in der Nacht von Freitag auf Samstag (11. April 2015) bei einem internationalen Wettbewerb, der von der Universität von Santa Barbara (Kalifornien, USA) ausgerichtet wurde, aufeinander. Das Team "We_0Wn_Y0u", das sich aus Lehrenden und Studierenden der TU Wien zusammensetzt, konnte sich am Ende über den dritten Platz freuen. Den ersten Platz belegte das "!SpamAndHex" Team aus Ungarn, der zweite Platz ging an das "Bushwhackers CTF Team" aus Russland.

"Beim Capture-the-Flag-Contest geht es darum, in die Server der anderen Teams einzubrechen, und gleichzeitig den eigenen Server gegen die Angriffe der anderen zu schützen", erklärt Markus Kammerstetter, Leiter des iSecLab Security-Labs (Automation Systems Group am Institut für Rechnergestützte Automation) der TU Wien. Alle Teams auf der ganzen Welt bekamen am Freitag Abend gleichzeitig ihre Server zugewiesen und mussten sich sofort auf die Suche nach Sicherheits-Schwachstellen machen, die es am eigenen Server zu schließen, und im Angriff auf fremde Server auszunutzen galt. "Solche Wettbewerbe sind keine bloße Spielerei, sie sind für die Besten unserer rund 400 Studierenden pro Jahr eine großartige Chance, das Wissen aus den 'Internet Security' und 'Advanced Internet Security' Lehrveranstaltungen praktisch umzusetzen", sagt Markus Kammerstetter. "Wenn es um Fragen der Computersicherheit geht, muss man viel wissen, man muss in schwierigen Situationen den Überblick behalten und manchmal muss man richtig schnell sein. All das kann man bei einem solchen Wettbewerb unter Beweis stellen."

Der dritte Platz war nicht der erste große Erfolg des Teams, die TU Wien gehört beim iCTF-Contest schon beinahe traditionell zum Favoritenkreis: Sieben Mal hat die TU Wien seit 2005 bei dem internationalen Wettbewerb teilgenommen, immer lag man unter den besten fünf, zweimal (2006 und 2011) konnte man den Wettbewerb sogar gewinnen. In 2012 erspielte sich das Team dadurch sogar die Qualifikation und damit die Teilnahme beim DefCon CTF Contest in Las Vegas, dem als weltweit am schwierigsten geltenden Hacker Contest. "Für den Sieg braucht man natürlich immer auch eine große Portion Glück", sagt Markus Kammerstetter. "Wir freuen uns sehr, dass es uns wieder gelungen ist, ganz vorne mit dabei zu sein. Das Thema Internet-Sicherheit ist nicht nur ein spannendes akademisches Forschungsgebiet, es ist auch für die Wirtschaft ein ganz wichtiges Thema. Unser Erfolg zeigt, dass wir an der TU Wien Studierende ausbilden, die ihr theoretisches Wissen in der Praxis bestens anwenden können und internationale Spitzenleistungen bringen. Für die Zukunft wünschen wir uns weiterhin guten Erfolg sowie eine Besserung der Finanzierungslage für unsre Security Lehre und Forschung." (pi)

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