2019: Datenklau kostet Unternehmen 2,1 Bio. Dollar 2019: Datenklau kostet Unternehmen 2,1 Bio. Dollar - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


13.05.2015 pte

2019: Datenklau kostet Unternehmen 2,1 Bio. Dollar

2019 werden Unternehmen weltweit durch cyberkriminellen Datenklau Kosten von 2,1 Bio. Dollar (rund 1,9 Mrd. Euro) auflaufen. Das prognostiziert das Analystenhaus Juniper Research in seinem Bericht "The Future of Cybercrime & Security: Financial & Corporate Threats & Mitigation". Demnach wird in den kommenden Jahren Hacktivismus zwar insgesamt weniger, jedoch professioneller und erfolgreicher. Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) dagegen sehen Experten nicht wirklich als unmittelbar lohnendes Ziel für Cyberkriminelle.

© Jürgen Fälchle - Fotolia.com

Immer professionellere Cyberattacken werden für die Wirtschaft teuer. Die Kosten von Datenpannen werden sich laut Juniper in den nächsten Jahren fast vervierfachen. Solch eine Prognose grenze an Panikmache, meint aber Thomas Uhlemann, Security Specialist bei ESET, gegenüber dem Nachrichtenportal pressetext:

"Seriöse Vorhersagen für die IT über einen Zeitraum von vier Jahren zu tätigen, ist äußerst schwer", erklärt Uhlemann. Gerade Schadenssummen für Datenpannen seien kaum präzise zu ermitteln. Dazu komme das Problem der Dunkelziffer nicht erkannter oder gemeldeter Vorfälle.

Juniper betont, dass die bestehende IT- und Netzwerkinfrastruktur für die Mehrheit aller Datenpannen verantwortlich bleiben wird. "Derzeit sehen wir nicht viel gefährliche mobile oder IoT-Malware, weil sie nicht profitabel ist", sagt Juniper-Analyst James Moar. In diesen Bereichen werde es weiterhin vor allem Ransomware, die Nutzer aussperrt und Lösegeld erpresst, sowie den Missbrauch von Geräten als Teil von Botnetzen geben. Letzteres erlaubt es, die Rechenleistung diverser Geräte für wirklich profitable Angriffe zu nutzen.

"In Ermangelung direkter Profite bei IoT-Hacks gibt es wenig Motivation für kriminelle, passende Tools zu entwickeln", ergänzt Moar. In den kommenden Jahren insgesamt weniger werden laut Juniper-Prognose Hacktivismus-Angriffe, die letztlich eine politische Agende verfolgen. Allerdings ist hier eine Professionalisierung ähnlich wie in anderen Cybercrime-Bereichen zu erwarten.

Die Anzahl tatsächlich erfolgreicher Hacktivismus-Attacken wird daher sogar ansteigen, prognostiziert das Analystenhaus: "Hacktivismus halte ich für das durchschnittliche Unternehmen für weniger relevant als 'normale' Cyberkriminalität", meint dazu Uhlemann. Denn immerhin müsse ein Unternehmen es erst einmal schaffen, sich zur Zielscheibe von Hacktivisten zu machen. (pte)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • ELO Digital Office AT GmbH

    ELO Digital Office AT GmbH Mobile Lösungen und Applikationen, Dokumentenmanagement und ECM, Übernahme von Softwareprojekten, Systemintegration und Systemmanagement, Programmierung, Individual-Softwareentwicklung, IKT-Consulting,... mehr
  • Matrix42 AG

    Matrix42 AG Mobile Lösungen und Applikationen, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Security Audits, Übernahme von Softwareprojekten, Programmierung, IT-Asset- und Lizenzmanagement, IKT-Consulting,... mehr
  • Huawei Technologies Austria GmbH

    Huawei Technologies Austria GmbH mehr
  • Editel Austria GmbH

    Editel Austria GmbH Supply Chain Management, E-Procurement und Supply Chain Management, Datenkonvertierung, Überwachungssysteme, Trust Center/Zertifizierungssoftware, Digitale Signatur, Datensicherung,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: