Router-Malware nimmt soziale Netzwerke ins Visier Router-Malware nimmt soziale Netzwerke ins Visier - Computerwelt

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27.05.2015 pi/Rudolf Felser

Router-Malware nimmt soziale Netzwerke ins Visier

Linux/Moose ist eine Familie von Schadsoftware, die in erster Linie private, Linux-basierende Router attackiert.

© Antonis Papantoniou - Fotolia.com

Security-Software-Hersteller ESET hat eine neue Bedrohung aufgedeckt: Linux/Moose ist eine Familie von Schadsoftware, die in erster Linie private, Linux-basierende Router attackiert. Darüber hinaus ist sie in der Lage, auch andere eingebettete Linux-Systeme zu infizieren. Die befallenen Rechner werden benutzt, um Zugriff auf unverschlüsselten Netzwerktraffic zu erlangen und Proxy-Services für den Botnet-Betreiber bereitzustellen.

Linux/Moose kann als Wurm klassifiziert werden, da die meisten der 36 eingesetzten Threads dafür verwendet werden, automatisch andere Geräte zu finden und zu infizieren. Die Malware entwendet laut einem Beitrag im ESET-Blog hauptsächlich HTTP-Cookies und initiiert damit Betrugsversuche auf Facebook, Twitter, Instagram und YouTube sowie weiteren Internetseiten. Über einen eingebauten SOCKS Proxy Server werden hierbei unrechtmäßige "Follows", "Views" und "Likes" generiert.

"Die Vorgehensweise von Linux/Moose ist neu – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die meisten Bedrohungen dieser Art für DDoS-Attacken eingesetzt werden", erklärt Olivier Bilodeau, Malware-Researcher bei ESET. So kann die Schadsoftware DNS-Traffic umleiten – eine wichtige Voraussetzung für Man-in-the-Middle-Angriffe im Internet. Überdies zeigt die Malware ungewöhnliche Einbruchs-Fähigkeiten, die über die Möglichkeiten anderer routerbasierter Bedrohungen hinausgehen. Zudem kann Moose andere Malware-Familien eliminieren, die um die begrenzten Ressourcen des infizierten eingebetteten Systems konkurrieren.

"In Anbetracht der eher rudimentären Techniken, mit denen sich Moose den Zugang zu anderen Geräten verschafft, ist es höchst bedenklich, dass die Sicherheit eingebetteter Rechner von den Anbietern nicht ernster genommen wird. Wir hoffen, dass wir dazu beitragen können, ein besseres Verständnis für die Vorgehendsweise der Malware-Angreifer herzustellen", so Bilodeau. (pi)

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