Studie zur IT-Sicherheit in österreichischen Unternehmen Studie zur IT-Sicherheit in österreichischen Unternehmen - Computerwelt

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14.06.2015 pi/Rudolf Felser

Studie zur IT-Sicherheit in österreichischen Unternehmen

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 und Telekom Austria Group, präsentierten am Freitag in Wien eine Studie zum Thema "IT-Security bei heimischen Unternehmen".

Christoph Hofinger, Geschäftsführer SORA, Johanna Mikl-Leitner, Bundesministerin für Inneres, Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 und Telkom Austria Group

Christoph Hofinger, Geschäftsführer SORA, Johanna Mikl-Leitner, Bundesministerin für Inneres, Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 und Telkom Austria Group

© A1

A1 hat im Rahmen einer von SORA durchgeführten Studie 500 österreichische Unternehmen unterschiedlicher Größe und 200 IT-Dienstleistungsunternehmen zu Wahrnehmungen, Kenntnissen und Maßnahmen bezüglich ihrer IT-Sicherheit befragt und die Ergebnisse gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres präsentiert.
 
"Um Cybersicherheit in Österreich gewährleisten zu können, müssen auch wir gemeinsam in die digitale Sicherheitsvorsorge investieren. Dazu sind sichere, zuverlässige und vertrauenswürdige Produkte und Technologien unerlässlich. Daher ist die digitale Standortsicherheit sowohl ein wirtschaftspolitisches als auch ein sicherheitspolitisches Thema", betonte Johanna Mikl-Leitner, Bundesministerin für Inneres in einem einleitenden Statement.

"Eines der Hauptprobleme ist laut unserer Studie die trügerische Sicherheit, in der sich viele Unternehmen wähnen. 66 Prozent der kleinen Unternehmen mit 1 bis 9 Mitarbeitern fühlen sich sicher, aber nur 12 Prozent der befragten IT-Dienstleistungsexperten teilen diese Einschätzung", so Christoph Hofinger, Geschäftsführer von SORA. Dabei stehen Gefahrenquellen durch Schadsoftware aus dem Internet an vorderster Stelle, auch Datenverlust spielt eine wichtige Rolle.
 

KEINE BACKUPS

8 von 10 Unternehmen hatten bereits IT-Störfälle, jedes zehnte Unternehmen sogar mehr als fünf. Die am häufigsten genannten Probleme sind Schadsoftware aus dem Internet, technische und infrastrukturelle Probleme wie Netzwerkausfälle, sowie Angriffe von Hackern.
 
Die Gegenmaßnahmen in Form von IT-Sicherheitsstrategien umfassen laufende Wartung und Updates sowie regelmäßige Schulungen und sind bei größeren Unternehmen deutlich besser ausgeprägt. Als konkrete IT-Sicherheitslösungen vertrauen 95 Prozent aller Unternehmen auf Antivirus- Software, 90 Prozent sichern ihre Systeme mit Passwörtern und 86 Prozent ihr Netzwerk mit einer Firewall. Aber nur 38 Prozent haben einen Schutz ihrer mobilen Endgeräte vorgesehen.
 
Geradezu alarmierend ist die Sorglosigkeit bezüglich Datensicherheit: Nur 80 Prozent der Unternehmen führen ein regelmäßiges Backup ihrer Daten durch, die meisten auf externen Festplatten, Servern oder USB-Sticks, lediglich 3 Prozent vertrauen dabei auf Cloud-Lösungen.
 
Auch im Bereich Infrastruktur- und Objektsicherheit besteht laut der Studie Nachholbedarf: Nur 24 Prozent der Unternehmen haben Zutrittskontrollen zu Ihren Gebäuden, 41 Prozent verfügen über eine Notstromversorgung und 54 Prozent über ein Alarmsystem bzw. Einbruchsschutz.

BUNDESGESETZ FÜR CYBERSICHERHEIT

"IT-Systeme werden immer komplexer und somit auch immer anfälliger für Ausfälle und Angriffe. Auch Cyber-Täter nutzen leistungsfähigere und modernere Technologien. Sie verstehen es, untereinander zu kooperieren – das macht sie letztendlich noch gefährlicher", so Innenministerin Mikl-Leitner bei der Präsentation der Studienergebnisse. "Mit dem Bundesgesetz für Cybersicherheit soll ein rechtlicher Ordnungsrahmen geschaffen werden. Die Devise lautet dabei: So wenig gesetzliche Regelungen als möglich, aber so viele wie notwendig."

Ziel des geplanten Gesetzes sei es, eine rechtlich solide Grundlage für den Austausch sensibler Daten zwischen den Unternehmen untereinander sowie zwischen Behörden und Unternehmen zu schaffen. Es sei zudem zu klären, wo die rechtlichen Grenzen liegen, wenn Unternehmen die Sicherheitslücken in den Produkten anderer Unternehmen aufdecken und veröffentlichen. Bis Jahresende sollen bei Expertentreffen in Zusammenarbeit mit dem "Kuratorium Sicheres Österreich" (KSÖ) Ergebnisse in diesen Bereichen erarbeitet werden. (pi/rnf)

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