Identitätsmanagement und Wearables Identitätsmanagement und Wearables - Computerwelt

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19.06.2015 :: Printausgabe 11/2015 :: Mike Ellis*

Identitätsmanagement und Wearables

Identitätsmanagement wird im Zeitalter von Wearable-Technologien immer wichtiger. Unternehmen müssen sich den Herausforderungen stellen, um von der Technologie und deren Möglichkeiten profitieren zu können.

© Apple

In der Regel sind Apple-Geräte und -Gadgets ein Erfolgsgarant. Und so wird wohl auch die Apple Watch ihren Weg machen und in ihrem Fahrwasser die Wearable-Technologie vorantreiben. Wie Studien von Nielsen zeigen, nutzen derzeit 15 Prozent der Verbraucher täglich Wearable-Technologie. Die Mehrheit der Besitzer ist jung, fast die Hälfte (Nielsen) ist zwischen 18 und 34 Jahre alt. Auch wenn Skeptiker auf mögliche negative Auswirkungen von Wearable-Technologie, wie Sicherheitsrisiken und Netzwerküberlastung hinweisen, sollte sie auch als große Chance gesehen werden. Die Liste der verbundenen Geräte wird weiter wachsen, ebenso wie das Spektrum der kommerziellen Möglichkeiten für Unternehmen, die bereit sind, in verbraucherorientierte Identitätssoftware zu investieren.

IDENTITÄT ALS ROTER FADEN
Immer mehr Unternehmen durchlaufen eine digitale Transformation, und Identitätssoftware entwickelt sich zur entscheidenden Technologie, die auf sichere Art und Weise eine Brücke zwischen Angeboten in den Bereichen Cloud, Mobilfunk und Internet der Dinge schlägt. Identitätsbezogene Überlegungen spielen in Bezug auf alle Branchen, Geräte und Aspekte in Verbindung mit Verbrauchern eine wichtige Rolle. Egal, ob es um Web-, Mobilanwendungen, Kundenportale oder jetzt Wearables geht: Der rote Faden, der sich durch all diese Angebote zieht, ist die Benutzeridentität. Sie möchten medizinische Daten sicher über das Internet übermitteln, um bessere Ergebnisse von Ihrem Wearable-Gerät zur Gesundheitsüberwachung bereitzustellen? Identitätsmanagement ist das Gebot der Stunde. Sie wollen herkömmliche Türschlösser durch intelligente Schließvorrichtungen ersetzen, die biometrische Daten zur Authentifizierung von Familienmitgliedern verwenden? Auch das geht ohne Identitätsmanagement nicht.

Um von Wearable-Technologie und deren Möglichkeiten für die Verbraucher zu profitieren, müssen Unternehmen die Herausforderung annehmen, die die Identitätsdienste an sie stellen. Wearables werden Verbraucher, Geräte und Unternehmen jederzeit und überall miteinander verbinden. Die klassische Verteidigungsmentalität, die darin besteht, Identitätsdaten hinter einer Firewall zu sichern, wird völlig irrelevant. Identitätsmanagementsysteme müssen Daten in Echtzeit auf Ebene des Internets verwalten. Zudem müssen sie mehr leisten, als zwischen einfachen Ja- oder Nein-Berechtigungen hin und her zu schalten. Identitätsmanagementsysteme sollten einen echten Nutzen für Unternehmen liefern, indem sie die Beziehungen zwischen allen "Dingen" und deren Benutzern unterstützen. Sie sollten Agilität, Flexibilität und Skalierbarkeit bieten, um die angebotenen Dienste je nach Kontext – wie geografischer Standort, Tageszeit, Bekanntheit des Geräts und viele andere Faktoren – anzupassen. Identitätsmanagementsysteme müssen verstehen, wer der Nutzer ist, welche Geräte dieser verwendet und wie er bevorzugt mit Diensten interagiert. Diese neue Art von Identitätsdienst besitzt einen Namen: Identity Relationship Management (IRM). Während IRM ohne Frage die Sicherheit optimiert, bietet es außerdem eine beispiellose Möglichkeit, die Interaktion zwischen Unternehmen und deren Kunden zu verbessern. Jetzt ist es an der Zeit, Anwendungen und Dienste für diese Plattformen zu liefern.

* Der Autor Mike Ellis ist CEO von ForgeRock.

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