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02.11.2015 pi/Rudolf Felser

Österreicher sind Lieblingsziel von Banktrojanern

Zwischen Juli und September 2015 wurde jeder zwanzigste (4,98 Prozent) österreichische Kaspersky-Nutzer von einem Banking-Trojaner attackiert. Österreichische Anwender belegen damit im weltweiten Vergleich der am häufigsten über Banktrojaner angegriffen Länder den ersten Rang – vor Nutzern aus Singapur und der Türkei. Diese Ergebnisse gehen aus dem aktuellen Kaspersky-Report über die Entwicklung der IT-Bedrohungen im dritten Quartal hervor.

© Grafvision - Fotolia.com

Auch im mobilen Bereich werden Österreichs Online-Banking-Nutzer attackiert. So wurde ungefähr jeder vierzehnte österreichische Kaspersky-Nutzer (7,02 Prozent) zwischen Juli und September dieses Jahres von einem mobilen Banktrojaner angegriffen. Österreich belegt hier nach Australien weltweit den zweiten Platz.

MEHR MOBILE SCHÄDLINGE

Im dritten Quartal 2015 machten die mobilen Sicherheitslösungen von Kaspersky Lab laut dem Report weltweit 323.374 neue mobile Schädlinge ausfindig, was einem 10,8-prozentigen Zuwachs im Vergleich zum zweiten und einer Verdreifachung in Relation zum ersten Quartal 2015 entspricht.

Cyberkriminelle verdienen mit mobilen Schadprogrammen am meisten Geld, indem sie Anzeigen auf den Geräten einblenden lassen. Bei diesen so genannten Adware-Programmen handelt es sich um mobile Trojaner, die ebenfalls im Untersuchungszeitraum anstiegen und inzwischen mehr als die Hälfte populärerer mobiler Schadprogramme ausmachen. Das perfide dabei: Werbetrojaner rooten oftmals das Gerät der Opfer und nutzen anschließend höher privilegierte Nutzerrechte, was es sehr schwierig macht, sie zu bekämpfen.

FINANZSCHÄDLINGE IM KOMMEN

Weltweit blockierten die Lösungen von Kaspersky Lab im dritten Quartal 2015 in fast 626,000 Fällen die Ausführung von Malware, die in der Lage ist, über den Online-Banking-Zugang der Opfer Geld zu stehlen. Zudem identifizierte Kaspersky Lab 5,68 Millionen Infektionsversuche von Schädlingen, die Accounts von Online-Banking Kunden attackieren.

"Im dritten Quartal konnten wir die Dynamik bei der Entwicklung der Cyberbedrohungslandschaft sehen", so Christian Funk, Leiter des deutschen Forschungs- und Analyse-Teams bei Kaspersky Lab. "Es gibt immer mehr gefährliche mobile Schadprogramme. Vor allem in Ländern, in denen Online-Banking sehr beliebt ist, machen Banktrojaner den Nutzern zu schaffen. Mit 5,68 Millionen Infizierungsversuchen von Bankschädlingen und der ständigen Weiterentwicklung von Cyberattacken, ist sowohl für Heimanwender als auch für Unternehmen der Einsatz qualitativ hochwertiger Sicherheitsprodukte unerlässlich." (pi)

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