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26.02.2016 pi/Rudolf Felser

Die größten IT-Security-Sorgen europäischer Unternehmen

ESET hat eine Befragung von 1.700 IT-Security-Experten und -Managern in der Region EMEA zum Thema "Cyber-Sicherheit" durchgeführt. Die größten Sorgen bereitet Malware aller Art, dicht gefolgt von Phishing und Social Engineering.

© Focus Pocus LTD - Fotolia.com

Security-Software-Hersteller ESET hat über das Jahr 2015 hinweg über 1.700 IT-Experten und -Manager in elf Ländern zu aktuellen Cyber-Gefahren befragt, denen Unternehmen in der heutigen Zeit gegenüberstehen. Dabei nannten fast 60 Prozent aller Befragten Malware-Infektionen des Unternehmensnetzwerkes als vorherrschendes Thema der IT-Sicherheit, wie das Unternehmen in einem Blog-Beitrag schreibt.

Ein weiterer überraschender Punkt: Obwohl fast 98 Prozent eine Security-Lösung im Unternehmen verwenden, schützen lediglich 21 Prozent aller Befragten auch ihre mobilen Daten mit einer mobilen Sicherheitslösung, beispielsweise für Android-Smartphones. Die Größe der Firma hat dabei offenbar einen direkten Einfluss auf das Maß der Anstrengung, die eigene Infrastruktur vor Cyber-Angriffen zu schützen: Große Firmen und Konzerne zeigten sich im Rahmen der Umfrage deutlich bemühter und investitionsfreudiger, um sensible Daten und kritische Systeme abzusichern.

Auf die Frage, welche IT-Sicherheitsbedenken im kommenden Jahr ein Thema sein werden, nannten 53 Prozent der Befragten Malware als Top-Thema. Social Engineering, Phishing und Fraud wurden von immerhin 48 Prozent der Umfrageteilnehmer als großes Problem genannt. Vor DDoS-Attacken fürchten sich nur 13 Prozent, dafür 39 Prozent vor Sicherheitslücken in Software.

Beim Rückblick auf das Jahr 2015 gaben 79 Prozent der Teilnehmer an, innerhalb der vergangenen zwölf Monate mit einem der vier Sicherheitsrisiken konfrontiert worden zu sein. 59 Prozent der Befragten kamen bereits mit Malware in Kontakt, 38 Prozent waren Opfer von Phishing- oder Social Engineering-Attacken, 18 Prozent hatten mit Software-Schwachstellen zu kämpfen. DDoS-Attacken waren für immerhin 12 Prozent im Vorjahr ein Thema.

Auf die Frage, welche Sicherheitslösungen im Unternehmen zum Einsatz kämen, antworteten die IT-Entscheider recht unterschiedlich. Immerhin: bei 98 Prozent aller Unternehmen ist mindestens eine Security-Lösung aktiv, bei 91 Prozent handelt es sich dabei um ein Antivirus-Programm. Eine Firewall nutzen 85 Prozent, regelmäßige Backups waren für 77 Prozent Pflicht. Lediglich knapp ein Prozent aller Befragten gab an, gar keine Maßnahmen zur digitalen Absicherung zu unternehmen.

Weitere Details seiner Untersuchung hat ESET in einem frei zugänglichen Whitepaper zusammengestellt. (pi/rnf)

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