Touch-ID lässt sich mit Plastilin austricksen Touch-ID lässt sich mit Plastilin austricksen - Computerwelt

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08.03.2016 Simon Lohmann*

Touch-ID lässt sich mit Plastilin austricksen

Seit 2013 hat Apple die Touch-ID eingeführt und verbaute die Technik seither in dem iPhone 5S, 6, 6 Plus, 6S und 6S Plus. Auch in der zweiten Generation des iPad Air 2, in dem kleinen iPad mini 3 und 4, sowie in dem großen iPad Pro ist der Fingerabdruck-Sensor eingebaut. Nun soll es eine Möglichkeit geben, wie man den Sensor austricksen kann.

© ra2studio - Fotolia.com

Wie Business Insider berichtet hat, soll der Hersteller von Sensoren namens Vkansee eine Möglichkeit gefunden haben, wie man Apples Touch-ID austricksen kann. Auch wenn dafür ein erheblicher Arbeitsaufwand betrieben werden muss, behauptet das Unternehmen, dass man mithilfe von Knete den Sensor täuschen und das iPhone und iPad entsperren kann.

Die Zielperson muss dafür über mehrere Minuten den Entsperr-Finger auf eine plastische Abformmasse drücken, sodass von dem Finger eine detaillierte Negativform entstehen kann. Nachdem diese ausgehärtet ist, wird diese mit einer Knetmasse ausgefüllt, mit welcher sich das iPhone entsperren lassen soll.

Laut Vkansee seien ihre eigenen Sensoren gegenüber solchen Angriffen geschützt. Ein Experiment auf dem MWC habe gezeigt, dass sich das iPhone mit einem Knetabdruck überlisten ließ. Die Vorschau auf dem MWC sieht zudem nach einer PR-Aktion aus: eine kleine unbekannte Firma nutzt den bekannten Hack für die Touch ID um von sich reden zu lassen.

Nichtsdestotrotz ist das iPhone mit der Touch-ID sehr gut geschützt. Und falls Sie in der Vergangenheit nicht Ihren Finger in eine Knetmasse haben drücken müssen, müssen Sie zukünftig nicht befürchten, dass das iPhone ohne Ihre Erlaubnis entsperrt wird.

Dem Chaos Computer Club war ein ähnlicher Hack bereits im September 2013 gelungen, kurz nachdem Apple mit dem iPhone 5S den Fingerabdrucksensor und Touch ID vorgestellt hatte. Die Hamburger hatten dazu einen von einer Glasplatte abgenommenen Fingerabdruck dazu genutzt, um einen künstlichen Finger zu erzeugen. Der Aufwand war aber auch nicht ohne.

* Simon Lohmann ist Redakteur der Macwelt.

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