IAM und die digitale Transformation IAM und die digitale Transformation - Computerwelt

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19.05.2016 Rudolf Felser

IAM und die digitale Transformation

Laut einer PAC-Studie halten 93 Prozent der Führungskräfte aus dem Bereich IT-Sicherheit ihre Ausgaben für Identity and Access Management konstant oder erhöhen diese sogar.

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Die Ergebnisse der Studie "Identity and Access Management in the Digital Age" des Marktforschungs- und Strategieberatungs-Unternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) belegen, dass für CIOs, CISOs und die Manager für IT-Sicherheit in Europa die Identitäten der Konsumenten, die Optimierung des Kundenerlebnisses und die betriebliche Effizienz integrale Bestandteile ihrer Planung sind. Gleichzeitig sind diese davon überzeugt, dass die digitale Transformation nur bei erhöhter Sicherheit Vorteile mit sich bringt.

PAC befragte im Rahmen der Studie im März 2016 die leitenden IT- und Sicherheitsexperten von 200 europäischen Unternehmen. Die Führungskräfte sind jeweils in den Bereichen Banken, Versicherungen, Fertigung, Einzelhandel, Dienstleistung, Telekommunikation, Transport und öffentlicher Sektor in den Benelux-Ländern, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und Skandinavien tätig.

SCHLÜSSEL FÜR DIGITALE TRANSFORMATION

IAM gilt ihren Antworten zufolge als Schlüssel bei den Sicherheitsherausforderungen der digitalen Transformation, wobei 93 Prozent der Befragten aussagen, dass ihre Ausgaben für IAM in den kommenden drei Jahren konstant bleiben oder erhöht werden. Unternehmen mit weniger als 5.000 Mitarbeitern zeigen das gleiche Engagement bei ihrer digitalen Transformation wie große Unternehmen mit über 10.000 Mitarbeitern.  

Leitende IT-Entscheidungsträger sind sich der Notwendigkeit von IAM-Lösungen bewusst, die sicher arbeiten und zugleich die Herausforderungen und Möglichkeiten des digitalen Zeitalters aufgreifen.

Auf die Frage, welches die wichtigsten Ziele ihrer Strategie für die digitale Transformation seien, hoben 48 Prozent der Befragten die Bedeutung der Abwehr von Bedrohungen und Angriffen hervor.

Dieser Aspekt wurde sogar als wichtiger eingestuft als die Verbesserung des Kundenerlebnisses oder Kosteneinsparungen bzw. -effizienz. Letztgenannte werden oftmals als Prioritäten digitaler Unternehmen genannt.  

MANGELNDES SECURITY-BEWUSSTSEIN

Jedoch erweist sich auch mangelndes Sicherheitsbewusstsein von Mitarbeitern möglicherweise als ernsthaftes Risiko, wenn sich Unternehmen einer digitalen Transformation unterziehen und die Möglichkeiten nutzen möchten, die ihnen das Internet of Things (IoT) bietet. 46 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass unzureichende Schulung oder mangelndes Verständnis von IAM-Strategien bzw. -Prozessen sehr wahrscheinliche Sicherheitslücken sind. Im digitalen Zeitalter müsse Insider-Bedrohungen laut der vorliegenden Studie mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen begegnet werden. "Manches ändert sich nie. Heutzutage werden die meisten Sicherheitsverletzungen durch einfache Fehler von Mitarbeitern verursacht, indem diese auf manipulierte Links in E-Mails klicken, bösartige Anhänge herunterladen oder sich einfach nicht an Sicherheitsstrategien und Schulungsinhalte halten", so Paul Fisher, Research Director bei PAC.

Indes entwickelt sich die Schatten-IT weiter zur ernsthaften Bedrohung bei der Entwicklung einer sicheren IAM-Lösung. Dabei bezeichnen 43 Prozent diesen Prozess als schwierig und 20 Prozent als sehr schwierig.

Weitere Kernaussagen der von KPMG, Computacenter, SailPoint, CyberArk und VMware unterstützten Studie:

  • 92 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Ausgaben für IAM in den kommenden drei Jahren konstant bleiben oder erhöht werden.
  • 65 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Identitäten von Kunden und Anwendungen ein wichtiger Faktor bei den nächsten IAM-Investitionen sein werden.
  • 57 Prozent ziehen eine Lösung von einem Managed Security Services Provider (MSSP) bei ihren nächsten IAM-Investitionen in Betracht.
  • 77 Prozent geben an, dass sich das eigene Unternehmen bereits einer digitalen Transformation unterzieht.


"Die Fähigkeit, sich die Potenziale von Identitäten zunutze zu machen, ist entscheidend für eine effektive digitale Transformation", erläutert Manoj Kumar, Director Cyber Security bei KPMG in Großbritannien. "Diese Studie belegt zwingend, dass das Management von Identitäten bei der Gesamtheit von Kunden und Unternehmen grundlegend für die digitale Transformation ist und dass die Abwehr von Cyber-Bedrohungen und -Angriffen dabei auch Wegbereiter anstatt Hindernis sein kann."

Weitere Informationen über die Studie sowie eine kostenlose Download-Möglichkeit der Executive Summary finden Sie hier. (pi/rnf)

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