CIA hackt Windows 10! CIA hackt Windows 10! - Computerwelt

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24.05.2017 Alexandra Lindner

CIA hackt Windows 10!

Der US-Geheimdienst hackte das Microsofts Betriebssystem mit dem Spy-Tool Athena. Dieses ist kaum zu entlarven, kann aber sämtliche Daten ausspionieren.

Athena kann sämtliche Daten ausspionieren.

Athena kann sämtliche Daten ausspionieren.

© Archiv

Die Whistleblower-Plattform WikiLeaks hat ihren "Vault 7"-Eintrag um einige Dokumente erweitert. Diesmal geben die veröffentlichten Unterlagen Details über ein Spionage-Tools namens «Athena» preis. Damit soll der US-amerikanische Geheimdienst offenbar in der Lage sein, auch neuere Betriebssysteme wie Windows 8.1 und 10 zu knacken.

Die seit Mitte Mai grassierende Ransomware WannaCry, die ebenfalls auf ein CIA-Tool zurückzuführen ist, hat es insbesondere auf ältere Systeme wie Windows 7 abgesehen.

Athena greift nun auch Windows-10-Rechner an. Ist das System einmal kompromittiert, werden die Daten entweder an Dritte verschickt, verändert oder sogar gelöscht. Die Übermittlung des Gerätestandorts ist ebenfalls möglich. Dabei wird kein Unterschied zwischen stationärem Computer oder Mobilgerät gemacht. Ausserden seien Security-Suiten nicht dazu fähig, das Tool zu erkennen, weil es "diskless" arbeite. Es führt seine Tätigkeiten ausschliesslich im Arbeitsspeicher aus.

Brisant ist an diesem Leak zusätzlich, dass das Spionage-Tool nicht allein von der CIA hergestellt wurde. Die amerikanische Behörde kooperierte dabei offenbar mit Siege Technologies, einem Unternehmen, das sich selbst als Cybersicherheitsfirma bezeichnet und im US-Bundesstaat New Hampshire zu Hause ist. Auf der Firmen-Homepage gibt Siege Technologies offen zu, dass man sich auf die Nutzung von Cyberwar-Technologien und -Methoden spezialisiert habe, "um prädiktive Cyber-Security-Lösungen für Versicherungen, Behörden und andere gezielte Märkte zu entwickeln".

Die CIA und andere Geheimdienste suchen gezielt nach Schwachstellen in Betriebssystemen und nutzen diese für Überwachungszwecke aus, statt sie dem Hersteller zu melden. Offiziell geschehe dies, um die Bevölkerung im Ernstfall vor terroristischen Bedrohungen zu schützen. Wie die Vergangenheit aber schon mehrfach gezeigt hat, ist es immer nur eine Frage der Zeit, bis die Hacking-Tools in die Hände von Kriminellen geraten. Microsoft hat sich noch nicht zu den neusten Enthüllungen geäussert.

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