Kaum ein Deutscher glaubt noch an Datenschutz Kaum ein Deutscher glaubt noch an Datenschutz - Computerwelt

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06.11.2017 pte

Kaum ein Deutscher glaubt noch an Datenschutz

Nur 20 Prozent halten persönliche Informationen im Internet für sicher

Passwort-Diebstahl: Viele deutsche User glauben nicht daran, dass ihre Daten im Web sicher sind.

Passwort-Diebstahl: Viele deutsche User glauben nicht daran, dass ihre Daten im Web sicher sind.

© pte

Nur jeder fünfte Internetnutzer in Deutschland hält seine Daten im Netz für sicher. 78 Prozent geben dagegen an, ihre Daten seien online eher (40 Prozent) oder völlig (38 Prozent) unsicher, wie eine aktuelle Befragung von 1.017 Internetnutzern durch den Berliner Digitalverband BITKOM ergeben hat. Grund für den Vertrauensverlust: Berichte über Geheimdienste, die Daten im Internet absaugen und Hacker, die Daten von Nutzern großer Online-Plattformen ausspähen.

Immer mehr sind skeptisch
"Fehlendes Vertrauen in digitale Dienste ist ein Innovationshemmnis und führt dazu, dass wir Anwendungen etwa im Bereich E-Government oder im Gesundheitswesen nicht nutzen, obwohl sehr viele Menschen davon profitieren könnten", verdeutlicht BITKOM-Präsident Achim Berg und fügt hinzu: "Die Verbraucher müssen in die Lage versetzt werden, Möglichkeiten und Risiken der digitalen Welt selbst zu bewerten."

Immer mehr User sind Datenschutz-skeptisch: Vor vier Jahren hielten noch 41 Prozent ihre Daten im Netz für sicher. Im Sommer 2013, kurz nach den ersten Berichten über weitreichende Ausspähungen des Internets durch den US-Geheimdienst NSA, sank der Wert auf 29 Prozent und brach im Mai 2014 auf 13 Prozent und damit seinen bisherigen Tiefststand ein.

Misstrauen gegenüber Staat
Das höchste Vertrauen bei den Bürgern genießen beim Umgang mit ihren Daten der eigene Internet-Zugangsanbieter sowie der eigene E-Mail-Anbieter (je 49 Prozent). Das geringste Vertrauen wird den sozialen Netzwerken entgegengebracht (15 Prozent). Der Wirtschaft allgemein vertraut aktuell jeder Dritte (33 Prozent). Ebenfalls 33 Prozent geben an, staatlichen Stellen beim Umgang mit ihren persönlichen Daten zu vertrauen.

Der Anteil ist erstmals seit Beginn der NSA-Affäre wieder über 30 Prozent gestiegen Zugleich ist dies ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr, damals vertraute nur jeder Vierte Staat und Behörden. "Staatliche Stellen wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie, das Bundesamt für Verfassungsschutz, aber auch die Landeskriminalämter, haben in den vergangenen Jahren viel dafür getan, zu einem verlässlichen Partner von Bürgern und Wirtschaft im Kampf gegen Cyberkriminelle zu werden", so Berg abschließend.

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