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15.06.2011 Alex Wolschann/apa

Wiener Konferenz zum "Kampf gegen Cybercrime"

Auch wenn die 475 Teilnehmer aus 61 Ländern sich über die bisher gemachten Erfahrungen und Fehler austauschen werden, Antworten auf alle kommenden Fragen haben sie nicht.

Individuelle Lösungen für globale Probleme - dies klappt nicht in Politik und schon gar nicht im World Wide Web, wenn es um den "Kampf gegen Cybercrime" geht. Mit diesem Statement machte Steve Adegbite heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz den Nutzen der von ihm organisierten Konferenz FIRST (Forum of Incident Response and Security Teams) klar, die von 12. bis 17. Juni in Wien tagt.

Auch wenn die 475 Teilnehmer aus 61 Ländern sich über die bisher gemachten Erfahrungen und Fehler austauschen werden, Antworten auf alle kommenden Fragen haben sie nicht - vor allem was mobile Geräte getrifft. "Jeder Geschäftsführer will so eines, egal, was dies für die Sicherheit bedeutet", betonte Robert Schischka, Leiter des österreichischen "Computer Emergency Response Teams" (CERT). Hier müssten Lösungen gefunden werden.

Adegbite sieht bei den Mobile Devices Parallelen zur Anfangszeit des PC, als man auch nicht wusste, wie man diese beschützen könnte. Wichtig wären vor allem simple Konzepte, die man den Leuten verständlich machen kann: Dass eine Firewall den Computer ebenso beschützt wie die Mauer eine Burg, versteht jeder. Nun müsse man vermitteln, dass man ebensowenig auf ein wildfremdes Mail antwortet, wie man einem Unbekannten seine Kreditkarte überlässt.

Mikko Hyponnen von der IT-Sicherheitsfirma F-Secure sieht die Staaten in ein "Cyberwar"-Rennen eintreten. Im Unterschied zu den Atomwaffen, von deren Zerstörungskraft jeder wusste und die so zur Abschreckung dienen konnten, hat hier aber bisher keine Seite eine Ahnung, was der Gegner an offensiven Möglichkeiten hat. Deshalb rechnet der Finne durchaus damit, dass einiges davon mit entsprechenden Folgen eingesetzt werden wird, um einen Einschüchterungseffekt zu erzielen.

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