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08.06.2011 Edmund E. Lindau

Cybercrime wird zur Top-Agenda

Das Thema Informationssicherheit kommt in den Köpfen der Entscheidungsträger an. Gefordert wird aber mehr Vernetzung.

Seit Jahren fordern nationale wie internationale IT-Sicherheitsexperten eine verstärkt globale Zusammenarbeit in Sachen Cyberkriminalität und Informationssicherheit. Nun scheint das Thema auch auf politischer Ebene angekommen zu sein.

Die Einrichtung eines Cyber Crime Competence Centers (C4), das unter der Federführung des Bundeskriminalamtes und in direkter Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung und dem Bundesamt für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung national und international tätig ist, ist ein erster Schritt in diese Richtung. Deutlich wurde dies auch vergangene Woche auf dem gemeinsam vom Kuratorium Sicheres Österreich und dem Bundesministerium für Inneres organisierten »Cyber Crime & Cyber Security«-Sicherheitskongress im Wiener Messe­zentrum.

In seiner Eröffnungsrede verwies Erwin Hameseder, Präsident des Kuratorium ­Sicheres Österreich, auf die dazu notwendigen Investitionen und die Einbindung der Wirtschaft. Auch die permanente Aus- und Weiterbildung der ­Sicherheitskräfte wäre wichtig. Doch das alleine reiche nicht aus. »Cyber Crime kennt keine Landesgrenzen«, erklärt Hameseder. Deshalb sei auch eine verstärkte Zusammenarbeit aller beteiligten ­Sicherheitsbehörden not­wendig. In ihrem ersten offiziellen Auftritt als neue Innenministerin verwies Johanna Mikl-Leitner auf die rapide steigenden Kriminalitätszahlen im Internet: »Wir sprechen hier nicht von Steigerungen um zehn oder 20 Prozent pro Jahr. Wir sprechen hier von Steigerungen um bis zu 400 Prozent«, so die Neo-Innenministerin.

INTERNATIONALE VERNETZUNG Robert Schischka, Leiter von CERT.at, unterstrich seine Forderung nach internationaler Vernetzung und Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Cyber Crime: »Die böse Seite hält sich auch nicht an Staatsgrenzen.« Bei den privaten Internetnutzern appelliert Schischka an gesunde Skepsis und Eigenverantwortlichkeit. »Cyberkriminelle agieren hochgradig arbeitsteilig und das weitgehend Länderübergreifend. Außerdem entwickelt sich die Technik rasend schnell. Ohne internationale Zusammenarbeit und den Austausch von vorhandenem Know-how können wir den Angreifern aus dem Netz nur hinterher hinken«, so Schischka. Das Thema sei ernst, die Bedrohung real. Für Staaten genauso wie für Unternehmen. Cyber-­Attacken richteten enormen finanziellen Schaden von bisher nicht gekannten ­Ausmaßen an.

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