Mac Defender: Apple verspricht Abhilfe Detail - Computerwelt

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25.05.2011 pte/Rudolf Felser

Mac Defender: Apple verspricht Abhilfe

Apples Online-Supportcenter zufolge soll in den kommenden Tagen ein OS-X-Update erscheinen, dass ein Tool zum entfernen der falschen Antiviren-Software bietet.

Dass Mac Defender einen Weckruf in Sachen OS-X-Sicherheit darstellt, war bereits klar. Doch Apple hat darauf zunächst sehr unglücklich reagiert. Wie ein von ZDNet veröffentlichtes Dokument mit Anweisungen für Support-Dienstleistern zeigt, durften diese mit 20. Mai zwar die Möglichkeit einer Infektion einräumen – mehr aber nicht. Insbesondere war es verboten, jegliche Hilfestellung beim Entfernen des Trojaners zu leisten oder betroffene User zumindest auf passende Online-Foren mit Lösungshilfen zu verweisen.

Apple hat aber nicht nur ein Entfernungs-Tool in Aussicht gestellt. Der Konzern bietet auch eine genaue Anleitung, wie User die Installation von Mac Defender abbrechen oder bei bestehendem Befall den Schädling schon jetzt manuell von ihrem System entfernen können. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, gab es doch am vorherigen Schweigen scharfe Kritik. So sprach der Sophos-Sicherheitsexperte Chester Wisniewski angesichts der Support-Anweisung davon, dass Apple in Sachen Hilfeleistung effektiv den Kopf in den Sand steckt.

Das Apple nun schnelle Abhilfe bei Befall mit Mac Defender oder einer seiner Varianten in Aussicht stellt, mag mit dem Ausmaß des Ausbruchs zu tun haben. Zwar gibt es bisher keine offiziellen Zahlen. Doch aufgrund der Angaben anonymer AppleCare-Mitarbeitern schätzt ZDNet, dass bereits 60.000 bis 125.000 Mac-User betroffen sein dürften – Tendenz steigend. Dabei ist nicht ganz klar, ob sich diese Zahlen allein auf Nordamerika beziehen oder weltweit zu verstehen sind.

Jedenfalls deutet das auf eine durchaus beachtliche Verbreitung hin. OS X liegt global bei etwa sieben Prozent Marktanteil – etwa ein Zwölftel von Windows. 100.000 befallene Computer kämen also einem Betriebssystem-spezifischen Verbreitungsgrad gleich, für den ein Windows-Schädling die Millionen-Grenze knacken müsste. Das ist eine Größenordnung, in der sich beispielsweise die Malware das Mega-Botnetzes Rustock bewegt hat. (pte)

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