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04.04.2011 Rudolf Felser

Fehlender Blickschutzfilter als Risikofaktor

Eine kürzlich von People Security im Auftrag von 3M durchgeführte Studie belegt, dass zwei Drittel der Angestellten vertrauliche Daten der Gefahr des Datendiebstahls aussetzen, wenn sie an öffentlichen Plätzen arbeiten.

Die Studie basiert auf einer Umfrage mit 800 Geschäftsleuten und einem Experiment, das bei einer großen IT-Konferenz durchgeführt wurde, wo der Gebrauch von Computern und damit verbundene Datensicherheitsmaßnahmen kontrolliert wurden. "Durch die steigende Zahl an mobilen Geschäftsleuten, die sensible Daten außerhalb des Büros mit sich führen, ist das 'Mitlesen' von Fremddaten nicht mehr ein harmloses Hobby, sondern kann eine Schwachstelle in der Datensicherheit von Unternehmen bedeuten", erklärt Hugh Thompson, Chief Security Strategist von People Security. "Denn heutzutage ermöglichen Smartphones Fotos in hochauflösender Qualität, sodass Datendiebe vertrauliche Daten von einem Computer-Bildschirm abfotografieren können."

Mehr als die Hälfte der befragten Geschäftsleute arbeiten zumindest eine Stunde pro Woche an öffentlichen Plätzen. Viele öffnen dabei E-Mails: 42 Prozent unternehmensinterne Finanzdaten, immerhin ein Viertel sogar Kreditkarten- und Sozialversicherungsnummern von Kunden bzw. Patienteninformationen (15 Prozent). Damit setzen rund zwei Drittel der Angestellten bei der Arbeit außerhalb ihres Büros sensible Daten ihres Unternehmens der Gefahr des Datendiebstahls aus. Dabei verfügt die Mehrheit der Unternehmen über keine konkreten Maßnahmen, die das Arbeiten in der Öffentlichkeit behandeln. 79 Prozent haben keine Richtlinie, die zu diesem Zweck Blickschutzfilter vorsieht.

Obwohl 80 Prozent der Befragten denken, dass neugierige "Mitleser" ein Risiko darstellen, wählt die Mehrheit – nämlich 65 Prozent – der Benutzer einen Computer ohne Blickschutzfilter. Der Schutz vor visuellem Datendiebstahl findet immer noch zu wenig Beachtung: VPN Access (46 Prozent), Verschlüsselungssoftware (38 Prozent), Zwei-Faktoren-Authentifikation (38 Prozent) werden weit mehr genutzt als Blickschutzfilter (13 Prozent).

Die Mehrheit der Geschäftsleute gibt jedoch an, dass sie an öffentlichen Orten viel produktiver arbeiten könnten, wenn sie sicher wären, dass niemand auf ihren Bildschirm schauen kann. Die Unternehmen könnten – so die Ergebnisse der Studie im Auftrag von 3M – also die Produktivität ihres Personals erhöhen, wenn sie die Mitarbeiter mit dem nötigen Zubehör ausrüsten, um vertrauliche Informationen zu schützen. "Man ist sich zwar dessen bewusst, aber die Bedrohung durch visuellen Datendiebstahl ist seit jeher weit unten auf der Prioritätenliste", meint John Stoxen, 3M Director of Business Conduct and Compliance. "Die Ergebnisse dieser Studie sollten Unternehmen aber dazu veranlassen, ihre Datensicherheitsrichtlinien zu überdenken. Bei 3M adressieren wir das Risiko, indem wir Mitarbeiter dazu verpflichten, sensible Daten in der Öffentlichkeit mit Hilfe von Blickschutzfiltern zu schützen." (pi/rnf)

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