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24.02.2011 Edmund E. Lindau

Smartphones werden zum Malware-Eldorado

Cyberkriminelle setzen zunehmend auf Smartphones mit dem Ziel, von Handybesitzern durch Malware ordentlich abzukassieren.

2010 war durch einen starken Anstieg der Nutzung von mobilen Geräten geprägt. Das regt Internetkriminelle immer mehr an, Malware für die Betriebs­systeme von Smartphones oder Tablet-PC zu programmieren, um an die sensiblen Daten auf den Geräten zu kommen.

Dabei sind Sicherheitsrisiken auf Mobil­geräten nicht neu. Bereits seit Jahren registriert beispielsweise Mcafee eine stetig wachsende Zahl von Bedrohungen für Mobilgeräte. Zu den interessantesten Schadprogrammen, die Ende vergangenen Jahres von sich reden machten, gehören Zitmo.A für Geräte mit Symbian-Betriebssystem und Geinimi für Geräte mit ­Android-OS.

Mit SymbOS/Zitmo.A hatten die Macher des Botnets Zeus eine alte Version einer kommerziellen Spyware wiederverwertet; Android/Geinimi ist ein Trojaner, mit dem ansonsten harmlose Anwendungen und Spiele infiziert wurden.

VIREN-SDK FOR MOBILE Auch die ­Sicherheitsexperten von Bitdefender beobachten eine immer größere Verfügbarkeit von Software-Development-Kits für Smartphones, die es Malware-Autoren ­erleichtern, Kontrolle über die beliebten mobilen Geräte zu übernehmen. »Spezifische Android-Malware wie der Gemini-Trojaner ist bereits Realität. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Cyberkriminelle weitere Smartphones mit Schädlingen infizieren, um auf diese Weise an sensible Daten für das Online-Banking oder an Informationen über Social-Network-Accounts zu gelangen«, warnt beispielsweise Catalin Cosoi, Chef des Bitdefender »Online­ThreatsLab«. Und wenn es nach Trend-Micro-Chef Steve Chang geht soll dabei das Google-Betriebssystem Android an­fälliger auf Schadsoftware sein als Apples iOS. Da Android Open Source sei, könnten Hacker die Architektur des Codes leichter verstehen und Lücken ausnutzen.

Bei Apples iOS sei es hingegen für viele Viren-Arten unmöglich, Schaden anzurichten. Ein Grund dafür ist das Sandbox-Prinzip, das die Plattform isoliert und ­Viren daran hindert, sich zu zerlegen und später wieder zusammenzusetzen, um ­Virenscannern zu entgehen. Eine weitere Hürde, um Schadsoftware unter die Nutzerschaft von Apple-Geräten zu bringen, sei die Prüfung jeder einzelnen App, bevor sie in den App Store gelangt. Google ­hingegen nimmt den Anwender selbst in die Pflicht.

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