Zweites Josef-Ressel-Zentrum für die FH OÖ Zweites Josef-Ressel-Zentrum für die FH OÖ - Computerwelt

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11.07.2012 Michaela Holy

Zweites Josef-Ressel-Zentrum für die FH OÖ

Am Campus Hagenberg der FH Oberösterreich entsteht ein neues Josef-Ressel-Zentrum für angewandte Forschung. Das Forschungslabor namens „User-friendly Secure Mobile Environments“, kurz „u’smile“, hat das Ziel, die Sicherheit mobiler Endgeräte entscheidend zu verbessern.

© FH OÖ/privat

Im neuen Ressel-Zentrum in Hagenberg werden sich Forscher gemeinsam mit Firmenpartnern aus einschlägigen Branchen der Sicherheit von mobilen Applikationen (kurz Apps) und mobilen Plattformen vom Smartphone bis zum Tablet-PC widmen. Mit diesem Forschungsvorhaben überzeugte René Mayrhofer, Professor am FH OÖ-Department für Mobile Computing, in einem kompetitiven Auswahlverfahren der Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG).  Diese und das BMWFJ  gaben am 25. Juni offiziell bekannt, dass das von Mayrhofer vorgestellte Forschungslabor „u’smile“ eines der zwei neu in Österreich genehmigten Josef-Ressel-Zentren ist.

Das neue Forschungslabor kommt auch den Studierenden zugute, die im Rahmen von Projekten und Abschlussarbeiten in die angewandte Forschung an der FH OÖ eingebunden werden. „Sie können so in einem der aktuell innovativsten Forschungsfelder  mit ausgewiesenen  Experten  und namhaften Firmenpartnern im Bereich Mobilkommunikation zusammenarbeiten“, erklärt Christoph Schaffer, Leiter der FH OÖ-Studiengänge für Mobile Computing in Hagenberg, stolz.

„Das ist eine Auszeichnung für die IT-Hochburg Hagenberg und Oberösterreich und zeigt einmal mehr, dass die FH OÖ als forschungsstärkste Fachhochschule Österreichs einen exzellenten Status in der akademischen Landschaft einnimmt. Das Ressel-Zentrum bietet hervorragende Möglichkeiten für den weiteren Ausbau Hagenbergs zum Zentrum für angewandte IT-Forschung“, sagt Bildungs- und Forschungslandesrätin Doris Hummer.

Als Leiter des Josef-Ressel-Zentrums „u’smile“ wird FH OÖ-Professor René Mayrhofer (Bild) aus Linz fungieren. Ab Herbst will er mit seiner Forschungsgruppe daran arbeiten, eine sichere Infrastruktur für aktuelle und zukünftige mobile Apps und Services zu schaffen. „Heute soll das Smartphone vielfach schon die Geldbörse, die Kreditkarte, den Schlüsselbund und den Reisepass ersetzen, wie z.B. Google dies mit dem eigenen Bezahldienst Wallet versucht“, sagt Mayrhofer und erklärt weiter die Forschungsmission des neuen Ressel-Zentrums: „Wir wollen mit unserer Forschungsarbeit erreichen, dass diese verschiedensten Funktionen auf mobilen Geräten sowohl sicher als auch für eine breite Bevölkerungsschicht einfach bedienbar werden – denn derzeit sind diese Anwendungen meist entweder einfach bedienbar oder sicher, nicht beides.“

Weitere Forschungsfragen betreffen den Schutz der immer mehr auf mobilen Geräten gespeicherten, höchst persönlichen Daten bei Verleih, Verlust oder Diebstahl von Smartphones, die Trennung von privaten und beruflichen Inhalten auf nur einem Gerät und die Wahrung der Privatsphäre. Unter anderem wird das Josef-Ressel-Zentrum „u'smile“ dazu die Integration von Smartcard-Funktionen und Virtualisierungs-Techniken in mobile Geräte sowie die statische und dynamische Analyse von Apps erforschen und vorantreiben. Erste Laborprototypen werden in Form modifizierter Android-Geräte veröffentlicht werden.

Als weiterer akademischer Partner von „u’smile“ ist Secure Business Austria Research GmbH, kurz SBA Research, mit an Bord. Dabei handelt es sich um das Forschungszentrum für IT-Sicherheit, das gemeinsam von der Universität Wien, der TU und der WU Wien sowie der TU Graz betrieben wird. Unter der Führung von SBA Research-Leiter Dr. Edgar Weippl werden im neuen Ressel-Zentrum auch Sicherheitsanalysen für mobile Applikationen durchgeführt werden.

Unterstützung bekommen die Forscher auch von vier kompetenten Firmenpartnern, die einen weiten Bogen von der Hersteller- bis zur Anwenderseite spannen: NXP Semiconductors Austria GmbH, A1 Telekom Austria AG, DREI-BANKEN-EDV GmbH und LG Nexera Business Solutions AG. Mit A1 ist der größte Mobilfunkbetreiber Österreichs mit an Bord, mit NXP der weltweit dominierende Hersteller von RFID- und NFC-Chips für Smartphones, die kontaktloses Bezahlen bzw. Identifizieren mittels drahtloser „Near Field Communication“ (NFC) Technologie erlauben. Die DREI-BANKEN-EDV GmbH, ein Unternehmen der drei Regionalbanken Oberbank AG, BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG, entwickelt und wartet EDV-Anwendungen für den Bankensektor. Das in Wien ansässige Unternehmen LG Nexera wiederum ist in der App-Entwicklung tätig.

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