Telefonieren im Internet: Gefahren untersucht Detail - Computerwelt

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31.08.2009 Alex Wolschann/apa

Telefonieren im Internet: Gefahren untersucht

Gespräche über das Internet reduzieren Kosten, sollen aber auch das Sicherheitsrisiko erhöhen.

Gespräche werden nicht mehr nur über das herkömmliche Telefonnetz, sondern vermehrt über das Internet geführt. Dies spart zwar Kosten, da nur ein Netz sowohl für Datenübertragung als auch Telefongespräche in Anspruch genommen wird, erhöht aber auch das Sicherheitsrisiko, meinen Forscher an der FH Joanneum im obersteirischen Kapfenberg. Sie analysieren mögliche Gefahren, die sich aus der Anwendung der Internet-Telefonie ergeben könnten.

Durch die Verlagerung ins Internet unterwerfe sich die bisher relativ ungefährdete Sprachtelefonie verschiedensten Attacken wie Hacker-Angriffen, Viren und trojanischen Pferden. "Herkömmliche Telefonnetze sind gut abgeschirmt und beinahe zu 100 Prozent zuverlässig. Das Internet gilt jedoch nicht gerade als sicherster Ort auf der Welt. Alle Bedrohungen, die im World Wide Web auftreten, passieren auch bei der Internet-Telefonie", erläuterte Projektleiter Takashi Linzbichler. Er leitet das Projekt "Government Voice over IP Attack Study" (GoVAS) und ist Lehrender an den Studiengängen "Advanced Security Engineering" und "Internettechnik" an der FH Joanneum in Kapfenberg.

Mit der Studie wolle man unterschiedliche Angriffsmöglichkeiten und Bedrohungspotenziale aufzeigen, so Linzbichler. In weiterer Folge sollen auch Angriffsszenarien entwickelt werden und Daten- und Verhaltensmuster, die auf einen Datenangriff hindeuten, simulieren. "Dazu haben wir ein eigenes Testnetz an der Fachhochschule aufgebaut, das wir mit simulierten Angriffen bombardieren und auch von Fremden angreifen lassen werden", so der Fcahmann. Das Projekt wird im Rahmen des Sicherheitsforschungsförderprogramms "KIRAS" vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert und soll im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein.

Der Schutz sensibler Daten sowie Netzwerk- und Systemsicherheit und die Erstellung entsprechend sicherer Software zum Schutz sensibler Daten vor Viren-Angriffen stehen im Mittelpunkt des FH-Masterstudiums "Advanced Security Engineering" an der FH Joanneum in Kapfenberg. Bewerbungen für das kommende Studienjahr sind noch bis 2. September möglich.

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