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21.09.2009 Rudolf Felser

Fast alle Blog-Kommentare enthalten Spam und Malware

Web-2.0-Sites mit Kommentarfunktionen geraten vermehrt ins Visier von Spammern, haben die Websense Security Labs herausgefunden.

Websense, Anbieter integrierter Web-, Messaging- und Data-Protection-Technologien, hat den Bericht seiner Security Labs zur Sicherheitslage im Internet im ersten Halbjahr 2009 veröffentlicht. Eines der zentralen Ergebnisse: Web-2.0-Sites mit Kommentarfunktionen geraten zunehmend ins Visier von Spammern. In Einzelfällen enthalten den Experten zufolge bis zu 95 Prozent der Kommentare in Blogs, Chat-Rooms und auf Message-Boards Spam oder bösartigen Programmcode. Zudem kamen in den ersten sechs Monaten des Jahres 77 Prozent (im Vorjahreszeitraum waren es 75 Prozent) der Malware von bekannten Websites, die von Cyberkriminellen kurzzeitig für ihre Zwecke genutzt wurden.

Insgesamt ist die Zahl der Websites mit Malware von Januar bis Juni um 233 Prozent angestiegen, über einen Zeitraum von zwölf Monaten gar um 671 Prozent. Daran alles andere als unbeteiligt ist das "dirty Web", also die "Schmuddelecke" des Internets: : 69 Prozent aller bereits bekannten und 78 Prozent neuer Websites der Kategorien Pornografie, Glücksspiel und Drogen enthielten mindestens einen Link zu bösartigen Websites.

Bei 37 Prozent aller Web-Angriffe im ersten Halbjahr 2009 ging es um den Diebstahl sensibler Daten wie Passwörter oder Kreditkarteninformationen. Kein Wunder, schließlich ist das Web einer der wichtigsten Ausgangspunkte für den Diebstahl persönlicher Daten. 57 Prozent aller derartigen Delikte erfolgten über das Web.

Weitere Ergebnisse des Reports: 85,6 Prozent aller unerwünschten Mails enthielten Spam oder Links zu bösartigen Websites. Im Juni gab es gar im Vergleich zum Vormonat eine Zunahme bei virenverseuchten E-Mails um 600 Prozent.

Mit dem ThreatSeeker Network analysieren die Websense Security Labs stündlich mehr als 40 Millionen Websites und prüfen zehn Millionen E-Mails auf unerwünschte Inhalte und Malware. Zum Einsatz kommen über 50 Millionen Echtzeit-Data-Collecting-Systeme, die das Internet kontinuierlich auf bereits bekannte und potenzielle Bedrohungen überprüfen. Die Ergebnisse dieser Analysen fließen fortlaufend in die Web-, Messaging- und Data-Security-Lösungen von Websense ein.

"Cyberkriminelle und Betrüger halten sich im Web dort auf, wo eine große Zahl von Usern ist. Sie haben in der ersten Jahreshälfte ihre Angriffe auf populäre Web-2.0-Sites verstärkt, kapern weiterhin legitime Websites für ihre Zwecke und nutzen den Vertrauensvorschuss, den bekannte Webangebote besitzen", erklärt Michael Scheffler, Regional Director DACH bei Websense. "Stark angewachsen ist auch die Zahl der Spam-Kampagnen, die Twitter nutzen oder ihre unerwünschten Nachrichten in Blog-Kommentaren und Chat-Rooms hinterlassen."

Den vollständigen Bericht von Websense finden Sie hier. (rnf/pi)

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